Supermarktkundin verärgert über Plastiktüten-Verschwendung bei Lieferung

·Lesedauer: 3 Min.

Eine Kundin der australischen Supermarktkette Coles ist frustriert über ein Detail bei einer bestellten Lieferung – ihrer Wut machte sie öffentlich Luft.

Die Supermarktkette Coles steht in der Kritik, weil sie für Lieferungen zu viele Plastiktüten verwendet. Quelle: Getty
Die Supermarktkette Coles steht in der Kritik, weil sie für Lieferungen zu viele Plastiktüten verwendet. Quelle: Getty

Die Kundin aus Tasmanien erhielt mit ihrer Bestellung am Mittwoch fünf Plastiktüten und ärgerte sich über die „lächerliche“ Anzahl von Artikeln, die jede Tüte enthielt.

Sie hielt den Grund für ihren Ärger auf einem Foto fest und teilte dieses auf der Facebookseite von Coles. Darauf sieht man, dass jede Tüte lediglich ein bis vier Produkte enthielt.

„Okay Coles, das ist wirklich lächerlich“, schrieb die Kundin auf Facebook.

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„Es gibt nicht nur keine Möglichkeit, die Verpackung in Tüten für Lieferungen nach Hause abzulehnen, was bedeutet, dass ich für Tüten bezahlen muss, die ich gar nicht will, sondern sie wurden auch noch so gefüllt“, fügte sie hinzu.

Die Frau legte die Produkte auf die Tüten, in denen sie geliefert wurden. Damit verdeutlichte sie, dass eine Tüte lediglich einen Artikel enthielt – eine Box mit Babygurken.

In einer anderen Tüte waren zwei Kekspackungen und ein 1-Liter-Milchkarton. Eine weitere enthielt nur eine Tüte Mozzarella und eine Packung Hähnchenschnitzel.

Eine Kundin sagte, sie habe diese elf Artikel in fünf Tüten erhalten. Quelle: Facebook
Eine Kundin sagte, sie habe diese elf Artikel in fünf Tüten erhalten. Quelle: Facebook

Und eine ganze Tüte wurde nur für eine Packung Wraps gegeben. Eine fünfte Tüte enthielt immerhin vier Artikel – eine Packung Zucker, Zahnpasta, eine Seife und einen Quetschie-Beutel mit Babynahrung.

„Es reicht nicht, dass ihr sagt, ihr nehmt die Tüten zurück und recycelt sie, sie sollten gar nicht erst verwendet werden“, schrieb sie.

Coles reagiert auf Plastiktüten-Kritik

Andere Social Media-User schienen der Kundin zuzustimmen und nannten ihre Erfahrung „verrückt“, „schrecklich“ und „schockierend“.

„Schockierende Anzahl an Plastiktüten! Wie wäre es mit einem Pappkarton – das wäre viel besser“, lautete ein Kommentar.

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„Was in aller Welt soll das? Auch uns passiert diese Art des Einpackens ständig … Es macht wirklich überhaupt keinen Sinn und ist so unglaublich verschwenderisch“, schrieb jemand anderes.

„Das ist schrecklich! Wir haben zu Click and Collect gewechselt, da dafür keine Tüten verwendet werden“, sagte jemand Drittes.

Tütenlose Lieferung wegen der Pandemie nicht möglich

Gerade erste hatte Coles sich einer Reihe weiterer Unternehmen in Australien angeschlossen, um den Plastic Pact zu unterzeichnen – eine Vereinbarung, alle Kunststoffe bis 2025 recycelbar, wiederverwendbar oder kompostierbar zu machen. Wegen „Gesundheits- und Sicherheitsbedenken“ hatte Coles mit Ausbruch der Pandemie die Möglichkeit für Kunden entfernt, eine tütenlose Lieferung wählen zu können.

Ein Sprecher der Supermarktkette hatte Yahoo Nachrichten Australien in der Vergangenheit erklärt, die Kunden bekämen oft nur wenige Artikel pro Tüte wegen der Art und Weise, wie ihre Bestellung verarbeitet werde: „Die Anzahl der Plastiktüten, die sie erhalten wird durch die Art und Weise bestimmt, wie unsere Bestellungen kommissioniert werden. Unsere Kommissionierer sammeln die Artikel für mehrere Bestellungen in den ihnen zugewiesenen Gängen des Supermarktes ein“, sagte dieser.

„Wenn Sie also nur einen Artikel aus Ihrer Bestellung in dem Bereich des Kommissionierers haben, befindet sich dieser in einer eigenen Tüte.“

Brooke Rolfe

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