Syrien Flüchtling: “Mein Sohn ist vor drei Jahren getötet worden”

Rund 13.500 Flüchtlinge sind bisher aus Griechenland und Italien in andere EU-Länder umgesiedelt worden. Im September 2015 hatte die EU die Umverteilung von 160.000 Menschen vereinbart.

Ali Alfaouri aus Syrien und seine Familie hatten Glück: Nach Monaten in Griechenland nahm sie im vergangenen Januar Luxemburg auf. Die Vergangenheit dieser Menschen ist ein Trauma: “Mein Sohn ist vor drei Jahren getötet worden, vor acht Monaten mein Neffe. Mein Sohn war 16, mein Neffe 21. Die Menschen aus Syrien sind freundlich, sie versuchen eine neue Chance zu bekommen. Man sollte sie nicht abweisen, sondern mit ihnen sprechen. Man sollte versuchen zu verstehen, warum sie ihr Land verlassen haben.”

Die niederländische Mitte-Links-Europaabgeordnete Kati Piri war der Familie zuerst im griechischen Idomeni begegnet. Sie fordert einen entschiedeneren Einsatz Europas für diese Menschen: “Europa sollte sich stärker öffnen, wir wissen schließlich, um wen es sich handelt, wenn sie sich nicht Schmugglern anvertrauen. Ihre Registrierung kann vorher vorgenommen werden und die Europäische Union könnte ihre Humanität zeigen, indem sie die verletzlichsten der Flüchtlinge aufnimmt. Doch das geschieht nicht oft genug.”

Seiner Quote entsprechend hat Luxemburg insgesamt 277 Flüchtlinge aufgenommen.

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