Syrien-Krieg: Hoffen auf Russland

Die Chancen, dass Putin seinen Kurs gegenüber Assad ändert, sind gering.

Mehr als eine kleine Chance ist es nicht, aber Bundesaußenminister Sigmar Gabriel will sie nutzen. Es müsse jetzt darum gehen, Russland durch politische Gespräche zu bewegen, seine bislang unverbrüchliche Treue zu Syriens Machthaber Assad aufzugeben, sagte Gabriel im ZDF. Nach dem Giftgasangriff in Syrien und dem militärischen Vergeltungsschlag der Amerikaner werden auf europäischer Seite die Appelle immer dringlicher, endlich ernsthaft über eine friedliche Lösung des syrischen Bürgerkriegs zu verhandeln.  

Gabriel wollte beim Treffen der G 7-Außenminister am Montag und Dienstag im italienischen Lucca einen neuen Vorstoß für eine friedliche Lösung des Konflikts in Syrien machen. Die seit sechs Jahren andauernden Kämpfe haben dort etwa 400 000 Menschen das Leben gekostet. Die Zahl der Flüchtlinge liegt bei mehr als fünf Millionen. „Was wir derzeit versuchen, ist in der Tat, diesen Moment vielleicht auch des Erschreckens auf allen Seiten zu nutzen, die verschiedenen Parteien an den Verhandlungstisch zu bekommen“, sagte Gabriel vor Abflug nach Italien im ZDF.

Ähnlich äußerte sich der britische Außenminister Boris Johnson. Russlands Präsident Wladimir Putin müsse „der Wahrheit über den Tyrannen, den er unterstützt, ins Gesicht sehen.“ Assad vergifte nicht nur „die unschuldigen Menschen Syriens“, sondern auch „das Ansehen Russlands“.

Ob Appelle dieser...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen