Syrien-Krieg: Opferzahl nach mutmaßlichem Giftgasangriff steigt auf 72

Steckt die Assad-Regierung hinter dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien? Eine UN-Resolution soll helfen, den Vorfall aufzuklären.

New York/Damaskus.  Die USA, Frankreich und Großbritannien haben dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf vorgelegt, in dem der mutmaßliche Giftgasangriff in Syrien verurteilt und rasch aufgeklärt werden soll. Am Dienstag waren Aktivisten zufolge mindestens 72 Menschen getötet worden, darunter 20 Kinder. Wie die "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" am Mittwoch berichtete, hätten Flugzeuge die Provinz Idlib im Nordwesten Syriens in den Morgenstunden erneut angegriffen.

Die zweiseitige Resolution könnte bei der Sitzung des Rats am Mittwoch in New York zur Abstimmung kommen. Unklar ist, wie in diesem Fall Russland und China abstimmen würden, die erst im Februar eine Resolution zu Syrien mit ihrem Veto blockiert hatten.

Resolutionsentwurf sieht keine Sanktionen vor

Sanktionen, etwa gegen das syrische Regime von Präsident Baschar al-Assad, sieht der Resolutionsentwurf nicht vor – diese werden ohne die Nennung des syrischen Regimes lediglich angedroht. Für das mit Syrien verbündete Russland wäre die Resolution damit vertretbarer.

Der Entwurf fordert aber detaillierte Angaben über die Lufteinsätze des syrischen Militärs, darunter auch Flugpläne und -bücher vom Dienstag, dem Tag des Angriffs. Auch die Namen der Kommandeure jeglicher Hubschrauberstaffeln des Regimes werden gefordert.

Außerdem müsse Syrien Zugang zu relevanten Militärflugplätzen gewähren, von denen laut UN-Untersuchungsteams und der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) möglicherweise Chemiewaffen abgefeuert wur...

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