Syrien und Iran kritisieren geplante "Patriot"-Stationierung in Türkei

Beirut (dapd). Syrien und der Iran haben die mögliche Stationierung von "Patriot"-Abwehrraketen der NATO in der Türkei kritisiert. Das syrische Außenministerium nannte die von der Türkei beantragte Verlegung des Waffensystems an die Grenze zu Syrien eine erneute Provokation. Auch der engste Verbündete Syriens, der Iran, hielt nicht mit Kritik zurück. Der Präsident des iranischen Parlaments, Ali Laridschani, nannte den Plan am Freitag kontraproduktiv.

"Die interne Krise Syriens kann mit der Verlegung solcher Waffen nicht gelöst werden", sagte Laridschani nach einem Besuch in der syrischen Hauptstadt Damaskus, wo er sich mit dem Staatspräsidenten Baschar al Assad traf. Die Türkei hatte am Mittwoch wegen des andauernden Bürgerkrieges im benachbarten Syrien und wiederholter Grenzverletzungen bei der NATO um die Entsendung der Raketensysteme gebeten.

Wiederholt explodierten auf syrischem Staatsgebiet Mörsergranaten. "Patriots" werden gegen ballistische Raketen eingesetzt. Auch die Bundeswehr verfügt über das Raketensystem und Deutschland könnte als NATO-Bündnispartner gebeten werden, die Raketen zu stellen.

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