Nach tödlichem Schuss am Set: Alec Baldwin von Mitarbeiter verklagt

·Lesedauer: 2 Min.
US-Schauspieler Alec Baldwin wurde nach dem tödlichen Schuss auf die Kamerafrau an einem Filmset nun vom Chefbeleuchter verklagt. (Bild: Getty Images/2021 MEGA/GC Images)
US-Schauspieler Alec Baldwin wurde nach dem tödlichen Schuss auf die Kamerafrau an einem Filmset nun vom Chefbeleuchter verklagt. (Bild: Getty Images/2021 MEGA/GC Images)

Nach der tödlichen Filmset-Tragödie um Alec Baldwin hat ein Mitarbeiter den US-Schauspieler nun verklagt. Es hätte am Set keine scharfe Munition geben dürfen, so der Mann, der als Chefbeleuchter beim Dreh zu "Rust" angestellt war.

Drei Wochen nach dem tödlichen Schuss an einem Filmset hat nun ein Mitarbeiter den Schauspieler Alec Baldwin verklagt. Der 63-Jährige hatte bei dem tragischen Vorfall während des Drehs zum Western "Rust" wohl versehentlich die Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen. Der Chefbeleuchter Serge Svetnoy, der nun die Klage einreichte, wirft Hauptdarsteller und Produzent Baldwin sowie weiteren Beklagten Fahrlässigkeit vor. Er habe schwere seelische Schäden erlitten, erklärte Svetnoy in der beim Gericht in Los Angeles eingereichten Klageschrift, die unter anderem vom US-Portal "Variety" zitiert wird.

Hutchins sei durch "durch fahrlässige Handlungen und Unterlassungen" gestorben, hieß es weiter. Auch Svetnoy habe die Kugel nur knapp verfehlt. Als sie starb, habe er den Kopf der Kamerafrau gehalten. Er sei ihr befreundet gewesen, so Svetnoy. Baldwin sowie der Regieassistent David Halls und die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed hätten die Regeln im Umgang mit Waffen nicht befolgt. Sie hätten es zugelassen, "dass ein Revolver mit scharfer Munition auf lebende Personen gerichtet wurde«, so die Klageschrift. Es hätte am Set niemals scharfe Munition geben dürfen, sagte Svetnoys Anwalt Gary Dordick auf einer Pressekonferenz.

Laufende Untersuchungen

Der tödliche Zwischenfall hatte sich Ende Oktober ereignet, Baldwin hatte mit einer Waffe, die ihm als sicher übergeben wurde, einen Schuss abgefeuert und damit Hutchins sowie den Regisseur des Films, Joel Souza, verletzt; Hutchins erlag ihren Verletzungen. Nach dem Vorfall war eine Diskussion um die Verwendung von Waffen bei Dreharbeiten entbrannt. Üblicherweise ist ein Waffenmeister für die Sicherheit der Waffen am Filmset zuständig. Wie es zu dem tragischen Ereignis kam, klärt die Polizei noch immer in ihren andauernden Untersuchungen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.