Türkei fordert Ende der Gewalt gegen Palästinenser

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Sicherheitskräfte setzen Tränengas ein

Angesichts der jüngsten Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften in Ost-Jerusalem hat die Türkei ein Ende der "Angriffe" gefordert. "Israel muss aufhören, Palästinenser in Jerusalem anzugreifen", erklärte Regierungssprecher Ibrahim Kalin am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter und wies die Verantwortung für die Gewalt den israelischen Behörden zu. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, gegen die "israelische Aggression gegen unbewaffnete Zivilisten in ihrem eigenen Land" vorzugehen.

Auch der Kommunikationschef des türkischen Präsidialamtes, Fahrettin Altun, forderte die internationale Gemeinschaft auf, "Israel in seine Schranken zu weisen". "Wir appellieren an die muslimische Welt: Es ist Zeit, 'Stopp' zu Israels feigen und tyrannischen Angriffen zu sagen", erklärte er auf Twitter.

Bei erneuten schweren Zusammenstößen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern in Ost-Jerusalem waren am Montagmorgen hunderte Menschen verletzt worden. Die Auseinandersetzungen ereigneten sich wenige Stunden vor einem für den Nachmittag geplanten Marsch von Juden zur Erinnerung an die israelische Besetzung von Ost-Jerusalem in Sechs-Tage-Krieg 1967.

Bereits am Wochenende waren bei Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und der israelischen Polizei hunderte Menschen verletzt worden. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatte Israel am Samstag als "grausamen Terrorstaat" bezeichnet. Das Vorgehen Israels sei ein Angriff auf alle Muslime.

gap/gt

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