Türkischer Geheimdienst: Deutsche Behörden wollen mögliche Spionage-Opfer warnen

Der Geheimdienst MIT soll angebliche Anhänger der Gülen-Bewegung bespitzeln.

Die politische Affäre um die Aktivitäten des türkischen Auslandsgeheimdienstes MIT in Deutschland droht zu eskalieren. Nach neusten Erkenntnissen bespitzelten die türkischen Spione sogar eine Bundestagsabgeordnete und eine weitere Politikerin. Das sagte Innenstaatssekretär Günter Krings (CDU) am Mittwoch in der Fragestunde des Bundestags. Dabei handelt es sich nach Medienberichten um die SPD-Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering und eine Berliner CDU-Abgeordnete.

Die zwei Politikerinnen werden auf der Liste unter der Rubrik „Machtzentren und Nichtregierungsorganisationen“ geführt, mit denen die Gülen-Bewegung angeblich „gute Beziehungen“ aufgebaut habe. Müntefering ist Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe.

Zudem wollen weitere Bundesländer die Listen, die der MIT über angebliche Erdogan-Kritiker in Deutschland angelegt und dann an den deutschen Bundesnachrichtendienst weitergegeben hat, zur Warnung der Betroffenen nutzen. Wie zuvor Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erklärten auf Anfrage auch Bayern, Berlin, Hessen und Bremen, die von der Spionage betroffenen Personen informieren zu wollen.

Hessen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen