Tabelle zeigt: Diese Gas-Grundversorger sind jetzt günstiger als vergangenes Jahr

Viele Haushalte profitieren von sinkenden Energie-Preisen.  - Copyright: gettyimages
Viele Haushalte profitieren von sinkenden Energie-Preisen. - Copyright: gettyimages

Im letzten September war die Sorge vieler Verbraucher vor der Gasabrechnung groß – die Preise für Gas erreichten damals ein Rekordhoch. Die Bundesregierung reagierte und kündigte die Gaspreisbremse für 2023 an. Jetzt sind die Preise für Gas allerdings wieder deutlich gesunken. Viele Kunden von Grundversorgern profitieren von dem Preisverfall und der Preisbremse.

150 Grundversorger günstiger als im September

Eine Auswertung des Vergleichsportals Check24 zeigt: 150 Gasgrundversorger sind in diesem Jahr wieder günstiger als im teuersten Monat 2022, also dem September des Vorjahres. Im Durchschnitt sind die Kosten der betroffenen Haushalte mit Gaspreisbremse um 7,1 Prozent gesunken. Ohne Gaspreisbremse wären sie hingegen um mehr als 20 Prozent gestiegen.

Eine Beispiel-Familie mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 kWh Gas pro Jahr hätte mit den Preisen im September noch 3029 Euro pro Jahr zahlen müssen. Jetzt zahlt sie hingegen "nur" 2781 Euro. Eine Ersparnis von immerhin knapp 250 Euro.

21 Grundversorger senken sogar die Preise

Insgesamt 21 Grundversorger sind im Vergleich zum September sogar ohne Preisbremse günstiger. Heißt: Sie haben die Preise für euch sogar gesenkt.

Ob der Grundversorger in eurer Region günstiger ist – und wie viel – seht ihr in der unteren Tabelle. Die Suchfunktion hilft euch dabei.

Ihr solltet euch allerdings nicht darauf verlassen, den besten Tarif zu haben, weil euer Grundversorger auf der Liste steht. "Nur weil der Preis im Grundversorgungstarif gesenkt wurde, muss das preislich nicht attraktiv sein. Alternative Anbieter sind oft schon günstiger als die örtliche Grundversorgung", sagt ein Sprecher von Check24 zu Business Insider.

Gaspreise sinken dank milder Witterungen

Dass die Gaspreise weiter sinken, hängt auch mit den milden Temperaturen im Winter zusammen. Insgesamt ist der Verbrauch 2022 um 14 Prozent gesunken und die Bundesnetzagentur konnte die Gasspeicher komplett füllen. Besonders die Industrie konnte ihren Verbrauch drosseln, weil viele Firmen von Gasheizungen auf Ölheizungen umgestiegen sind. Grundsätzlich wird aber erwartet, dass die Preise nicht wieder auf ein Vorkriegs-Niveau sinken werden, sondern sich demnächst einpendeln.

Dieser Artikel wurde am 24.01.2023 aktualisiert und erschien erstmalig am 23.01.2023.