„Ein Tag der Freude für den Dom“: Jesus-Sirach-Fenster im Kölner Dom gesegnet

Das restaurierte Kunstwerk wurde im Beisein der Stifterfamilie Neven DuMont gesegnet.

Mit einem Gottesdienst im Dom ist am Mittwoch die Rückkehr des „Jesus-Sirach-Fensters“ aus dem im 19. Jahrhundert entstandenen „Welter-Zyklus“ in die Kathedrale gefeiert worden.

Der Hausherr, Dompropst Gerd Bachner, segnete das Kunstwerk, dessen Restaurierung durch eine Stiftung des verstorbenen Verlegers und Kölner Ehrenbürgers Alfred Neven DuMont (1927 bis 2015) finanziert wurde. „Das ist ein Tag der Freude für den Dom. Es ist auch ein Tag des Dankes und der liebenden Erinnerung“, sagte Bachner und verwies darauf, dass Neven DuMont an diesem 29. März 90 Jahre alt geworden wäre.

Am Gottesdienst und der anschließenden Segnung, zu der Bachner symbolisch Weihrauch in Richtung des in 27 Meter Höhe ansetzenden Fensters steigen ließ, nahmen Neven DuMonts Frau Hedwig, ihre Kinder Isabella und Konstantin, Enkel und weitere Angehörige sowie Freunde, langjährige Weggefährten und Mitarbeiter des Verstorbenen teil, der bis zu seinem Tod Herausgeber des „Kölner Stadt-Anzeiger“ gewesen war.

Bachner hieß auch seinen Vorgänger, Norbert Feldhoff, Dombaumeister Peter Füssenich und dessen Vorgängerin Barbara Schock-Werner sowie die Mitarbeiter der Dombauhütte und der Glaswerkstatt willkommen. Für sie komme mit der Segensfeier eine mehrjährige intensive Arbeit zu einem glücklichen Abschluss. „Es ist ein Schatz, den wir jetzt wieder im Dom haben dürfen“, so Bachner.

Einfall des Lichts als wahrer Rausch der Farben gedeutet

Zur künstlerischen Bedeutung von Neven DuMonts Stiftung für das Ensemble der Farbverglasung im Dom hob der Dompropst auf die „fantastische Komposition“ und die harmonische Verbindung ab, die die mittelalterlichen Königsfenster im Hochchor des Doms und die vom Kölner Maler Michael Welter entworfenen neugotischen Ergänzungen in den Querhäusern mit dem monumentalen, von Gerhard Richter geschaffenen Südquerhausfenster eingehen.

In seiner Predigt deutete Bachner den Einfall des Lichts, das sich in den 11 000 bunten Glasquadraten des Richter-Fensters zu einem wahren Rausch der Farben bricht, als Ausdruck der Freude Gottes, der den Menschen seine Freundschaft anbiete. Es sei lohnend, sich Gott anzuvertrauen, sagte Bachner und empfahl Jesus Christus als den treuesten Freund des Menschen.

Ausgangspunkt war ein Text aus dem biblischen Buch Jesus Sirach. Der Verfasser ist in dem nach ihm benannten Domfenster dargestellt. Es befindet sich nun im Südquerhaus (rechts vom Hauptaltar) genau am Übergang zum Hochchor.

Dombaumeister Füssenich machte im Anschluss an die Feier darauf aufmerksam, dass für die Vollendung des „Welter-Zyklus“ noch weitere Stifter gesucht würden. Sechs Fenster harrten im Depot der Dombauhütte noch ihrer Rückkehr in den Dom. Auch der Dompropst ermunterte potenzielle Wohltäter und zitierte dazu ein Wort Hedwig Neven DuMonts, das – so Bachner – „Programm“ für alle Kölner sein sollte: Wenn unser Dom Hilfe braucht, können wir nicht abseits stehen....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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