"Tag der Marine": Drohnenangriff auf der Krim - Putin setzt auf Zirkon

Während Russland an diesem Sonntag mit vielen Paraden und anderen Veranstaltungen den Tag der Marine begeht, unter anderem am Stützpunkt der Pazifik-Flotte in Petropawlowsk-Kamtschatski in der Region Kamtschatka, ist das Hauptquartier der Schwarzmeerflotte Ziel eines Drohnenangriffs geworden.

Bei der Attacke auf der Halbinsel Krim, die von Russland 2014 annektiert wurde, seien sechs Menschen verletzt worden, berichtete der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew. Es habe sich bei der Drohne um einen Eigenbau mit schwacher Sprengkraft gehandelt. Sie sei im Hof des Stabquartiers eingeschlagen. Alle Feiertagsveranstaltungen seien infolge der Attacke abgesagt worden, sagte Raswoschajew. Er fuhr fort: "Ich bitte darum, die Ruhe zu bewahren und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben". Der Inlandsgeheimdienst FSB arbeite an der Aufklärung des Falls.

"Tag der Marine verdorben"

Rawojaschew schrieb über Telegram: "Am heutigen frühen Morgen haben ukrainische Nationalisten entschieden, uns den Tag der Marine zu verderben." Die Ukraine wies eine Verantwortung für die Attacke auf der Krim, die 2014 von Russland annektiert wurde, zurück.

Wunderwaffe Zirkon?

Der russische Präsident Wladimir Putin unterzeichnete in seiner Heimatstadt Sankt Petersburg eine neue Marine-Doktrin. Dabei kündigte Putin an, dass die Marine im kommenden Monat mit Hyperschall-Seezielflugkörpern vom Typ Zirkon ausgestattet werde. Und die militärische Infrastruktur auf der annektierten Krim werde ausgebaut. Konkret solle Zirkon laut Putin zunächst auf der Fregatte Admiral Gorschkow zum Einsatz kommen. Zirkon kann sowohl mit panzerbrechenden als auch nuklearen Sprengköpfen bestückt werden. In der Doktrin werden auch Russlands Seegrenzen festgelegt, darunter in der Arktis und im Schwarzen Meer.

Gefeiert wird auch im östlichen Mittelmeer

In Sankt Petersburg nahm Putin auch eine Flottenparade anlässlich des Tags der Marine ab. Insgesamt beteiligen sich unterschiedlichen Berichten zufolge 48 bis 200 Kriegsschiffe an den Feierlichkeiten, darunter U-Boote, plus Hubschrauber. Zu Zirkon sagte der Präsident, dass es für die Hyperschallwaffe keine Hindernisse gebe. Paraden finden in mehreren Regionen Russlands statt, aber auch in Syrien vor der Hafenstadt Tartus.

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