Der Tag, an dem ...: Die Spanische Grippe – eingeschleppt von Soldaten

Vor 102 Jahren traf es Deutschland, traf es Hamburg schon einmal äußerst hart. Die Spanische Grippe grassierte ausgerechnet im Kriegsjahr 1918, als die Bevölkerung durch Hunger und Not sowieso schon geschwächt war. Im Deutschen Reich starben bis 1920 etwa 500.000 Menschen an der Viruserkrankung. Weltweit waren es rund 50 Millionen Tote – damit forderte die Grippe weit mehr Opfer als der Krieg.

Zahlen für Hamburg gibt es zwar nicht. Aber hochgerechnet könnten es gut 8500 Tote in der Stadt gewesen sein. Dass davon trotzdem heute selten die Rede ist, es nirgendwo ein Denkmal für die Opfer gibt, hat einen simplen Grund: Die Menschen waren nach vier Jahren Krieg an den Tod gewöhnt. Die nahezu zeitgleich erfolgte Kapitulation der deutschen Armee und der Zusammenbruch des Kaiserreiches überlagerten alles. In der öffentlichen Wahrnehmung spielte die Epidemie kaum eine Rolle.

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Es ist der 27. Mai 1918, als der Begriff „Spanische Grippe“ das erste Mal die Runde machte. Diese Bezeichnung wählte die Nachrichtenagentur Reuters, als sie darüber berichtete, der spanische König Alfonso XIII. leide unter einer rätselhaften Krankheit und liege darnieder. Das „Hamburger Fremdenblatt“, bemühte sich um Beschwichtigung und äußerte die Vermutung, es sei gar nichts Neues, sondern bloß die Influenza, die Europa bereits 1889 heimgesucht hatte. Ein Irrtum.

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Auch, wenn die Erkrankung Spanische Grippe genannt wird –...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo