Auf Tagesgeld und Festgeld gibt es jetzt mehr als vier Prozent Zinsen – könnt ihr damit die Inflation schlagen?

Die Zinsrallye dürfte für Sparer vorerst weitergehen. - Copyright: Narong Rammanee / Getty Images
Die Zinsrallye dürfte für Sparer vorerst weitergehen. - Copyright: Narong Rammanee / Getty Images

Die Inflation ist im September auf 4,5 Prozent gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs. Gleichzeitig hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf 4,5 Prozent angehoben. Das ist vor allem für Sparerinnen und Sparer eine gute Nachricht, denn bereits jetzt versprechen viele Banken Top-Zinsen auf euer Tages- und Festgeld.

Wie Daten der Geldanlage-Plattform Weltsparen zeigen, erhaltet ihr derzeit bei der litauischen Saldo Bank, der bulgarischen TBI Bank sowie der italienischen Cherry Bank 4,5 Prozent Zinsen auf einjähriges Festgeld. Auf ein zweijähriges Festgeld bekommt ihr bei der Cherry Bank sogar 4,6 Prozent Zinsen und könnt damit die Inflation knapp schlagen. Wer dort zum Beispiel 5000 Euro anlegt, erhält am Ende der zwei Jahre 470,58 Euro Zinsen. Legt ihr euer Geld hingegen bei einer deutschen Bank an, müsst ihr geringere Zinsen von 4,1 Prozent oder darunter in Kauf nehmen.

Beim Tagesgeld lohnt sich das Sparen derzeit bei der italienischen Banca Progetto am meisten. Dort erwarten euch Zinsen in Höhe von 3,25 Prozent. Die beiden schwedischen Banken Hoist Sparen und Resurs sowie die belgische CKV bieten jeweils 3,15 Prozent auf euer Tagesgeld. Zwischenzeitlich boten Banken wie die Großbank Santander aber auch Zinsen von 4,02 Prozent.

Wer jetzt spart, kann dank der hohen Zinsen von über vier Prozent also zumindest sehr nah an die Inflationsrate herankommen. Schlagen könnt ihr die Inflation bei einem guten Angebot aber nur knapp.