"Tagesschau"-Panne: Jens Riewa kämpft mit defektem Teleprompter

Da lief etwas schief beim Nachrichten-Flaggschiff der ARD: Eine technische Panne am Montagabend im Ersten sorgt für Spott im Netz. "Tagesschau"-Chefsprecher Jens Riewa hatte seine Probleme mit einem defekten Teleprompter.

Jens Riewa kämpfte am Montagabend im Rahmen der
Jens Riewa kämpfte am Montagabend im Rahmen der "Tagesschau" mit einem unzuverlässigen Teleprompter. (Bild: NDR/Thorsten Jander (M)

Am Montagabend kämpfte Chefsprecher Jens Riewa, der seit 1995 die Hauptausgabe der ARD-"Tagesschau" um 20 Uhr präsentiert, vor laufender Kamera mit einer technischen Panne. In der Sendung, die das Erste live zeigt, war es dem erfahrenen Journalisten schlagartig nicht mehr möglich, vom Teleprompter abzulesen. Bereits kurz nachdem Riewa die Zuschauerinnen und Zuschauer begrüßt hatte sowie die ersten Meldungen wie gewohnt souverän präsentiert hatte, versagte die Technik. Und bei durchschnittlich mehr als zehn Millionen Menschen, die zu dem renommierten Nachrichtenformat einschalten, ist die Fallhöhe groß.

Völlig aus dem Konzept gebracht, blickte Riewa mehrere Sekunden lang konsterniert in die Kamera - den Mund hatte er dabei ungläubig geöffnet - bis er schließlich Teile einer Meldung verlas, die bereits abgearbeitet worden war. Als ihm das bewusst wurde, stotterte der "Tagesschau"-Sprecher: "Jetzt ist der Prompter ... Wir bitten um Entschuldigung."

"Voll auf die zwölf": So reagiert das Netz

Schließlich seufzte der Medienprofi, der im Dezember 2020 die Nachfolge von Jan Hofer als Chefsprecher der Nachrichten antrat, hörbar und bat die Regie vor laufender Kamera, "auf die Zwölf" zu gehen. Mehrere Augenblicke lang war nichts zu hören. Dann wandte sich Riewa noch einmal an das Publikum, entschuldigte sich und fuhr mit dem geplanten Programm fort. Dieses Mal war auch die richtige Meldung vom Teleprompter abzulesen.

100. Geburtstag: ARD würdigt Loriot mit Sonderprogramm

Zwar verlief die restliche Sendung ohne weitere Zwischenfälle, im Netz sorgte die Panne nichtsdestotrotz für gespaltene Lager: Während die einen Riewas souveränen Umgang mit der außerplanmäßigen Situation lobten, machten sich andere über den Journalisten lustig. "Die 12 bitte für Jens Riewa. Nehm ich beim Chinesen auch immer", höhnte ein X (vormals Twitter)-Nutzer. "Voll auf die zwölf", stichelte ein anderer mit Tränen lachendem Emoji. Ein anderer User fragte unter Bezugnahme auf den anstehenden 100. Geburtstag von Loriot amüsiert: "Ist das schon ein Loriot-Sketch?"

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