„Tagesthemen“: Die ARD verwirrt Zuschauer mit einem seltsamen AKK-Interview

Andreas Baumer
Annegret Kramp-Karrenbauer am Dienstagabend in der ARD.

Zugegeben: Es war schwer genug, am Dienstagabend im politischen Berlin den Überblick zu behalten. Schuld waren daran vor allem diejenigen, die den Überblick hatten. Schließlich lag es an ihnen und niemand anderem, Klarheit zu schaffen. Naja, Klarheit schafften sie lange Zeit nicht. Womit wir bei Annegret Kramp-Karrenbauer angekommen wären.

Kramp-Karrenbauer hatte es am Dienstag in der Hand. Als CDU-Chefin lag es an ihr, den Posten des Verteidigungsministers neu zu vergeben. Und neu zu vergeben war er nach der Wahl der bisherigen Verteidigungsministerin und CDU-Politikerin Ursula von der Leyen zur neuen EU-Kommissionspräsidentin endgültig. Nur wer würde den Posten bekommen?

Spahn neuer Verteidigungsminister? AKK antwortet kühl

Am frühen Abend meldete so manches Medium, dass Gesundheitsminister Jens Spahn den Job erhalten würde. Der Mann also, der zuvor schon durchblicken hatte lassen, dass er sich nicht ewig durch den Dschungel von Ärztelobby, Pharmaindustrie und Patientenverbänden schlagen will, sondern sich zu Höherem berufen fühlt. Schon vergangenes Jahr wollte er Angela Merkel als CDU-Chef nachfolgen. Er scheiterte. An Kramp-Karrenbauer.

Würde er jetzt zumindest Verteidigungsminister werden dürfen, Frau Kramp-Karrenbauer? Das hätte „Tagesthemen“-Moderatorin Pinar Atalay die CDU-Chefin fragen können. Sie hatte schließlich ein Interview mit Kramp-Karrenbauer bekommen. Tatsächlich fragte die Journalistin, was an den Gerüchten dran sei, nach denen Spahn von der Leyen beerbe.

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