Taiwan lässt Fischer bei umstrittenem Archipel schützen

Kaufvertrag zwischen Japan und privaten Eigentümern

Im Streit zwischen China und Japan um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer hat nach China auch Taiwan zwei Patrouillenboote zu dem Archipel entsandt. Die Schiffe der Küstenwache sollen taiwanische Fischer westlich der Inseln rund um die Uhr absichern, wie Vertreter der Küstenwache mitteilten. Die Maßnahme Taipehs erfolgte zwei Tage nach dem Abschluss eines Kaufvertrags zwischen Japan und japanischen Privateigentümern der unbewohnten Inseln.

Die Inselgruppe liegt rund 200 Kilometer von Taiwan und rund 2000 Kilometer von Tokio entfernt. Vier der fünf Inseln, die in Japan Senkaku und in China Diaoyu heißen, waren bislang in japanischem Privatbesitz, die fünfte gehört der Hauptstadt Tokio. Die unbewohnten Inseln sind von strategisch wichtiger Bedeutung, zudem werden auf dem Meeresboden große Öl- und Gasvorkommen vermutet. Taiwan beansprucht die Inseln ebenfalls.

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