Taiwan rüstet auf - Massenproduktion neuer Kamikaze-Drohnen zur Verteidigung gegen China

Taiwanesische Soldaten mit einer Kampfdrohne.<span class="copyright">Getty Images/Annabelle Chih</span>
Taiwanesische Soldaten mit einer Kampfdrohne.Getty Images/Annabelle Chih

Taiwan reagiert auf die chinesische Bedrohung und startet mit der Massenproduktion selbst entwickelter Kamikaze-Drohnen, um seine Verteidigungsfähigkeiten entscheidend zu stärken.

Das taiwanesische Verteidigungsministerium hat beschlossen, in die Massenproduktion von selbst entwickelten „Kamikaze-Drohnen“ zu investieren. Angesichts der täglichen Provokationen durch China und der Einschätzung, dass die von den USA gekauften Drohnen nicht ausreichen, um Taiwan bei einem möglichen chinesischen Angriff angemessen zu verteidigen, war der Schritt laut „Taiwan News“ alternativlos.

Amerikanische Drohnen reichen nicht aus

Am 18. Juni verkündete das US-Außenministerium den Verkauf von über tausend unbemannten Luftfahrzeugen an Taiwan. Trotzdem kam das taiwanesische Militär nach internen Bewertungen zu dem Schluss, dass diese Anzahl nicht ausreicht, um der wachsenden chinesischen Bedrohung Herr zu werden.

Ein Militärsprecher, der von der „Liberty Times“ zitiert wurde, erklärte: „Die verschiedenen Drohnen, die von den USA bereitgestellt werden, sind immer noch unzureichend für die Verteidigungsbedürfnisse Taiwans.“

Massenproduktion geplant

Um seine militärischen Fähigkeiten weiter zu stärken, wird Taiwan daher die Massenproduktion von eigenen Drohnen starten. Im Budget für 2025 sind Mittel für die Produktion von Typ-1 und Typ-2 Kamikaze-Drohnen eingeplant.

Die Typ-1 Drohne, die vom Nationalen Chung-Shan Institut für Wissenschaft und Technologie (NCSIST) entwickelt wurde, ist laut „Business Standard“ für einzelne Soldaten konzipiert. Sie bietet eine schnelle Einsatzfähigkeit und einfache Bedienung, mit einer Flugzeit von etwa 15 Minuten und einer Steuerreichweite von über 10 Kilometern.

Typ-2 Drohnen für längere Einsätze

Die Typ-2 Drohne hat eine längere Flugzeit als die Typ-1 und kann Aufklärungen und Angriffe außer Sichtweite durchführen. Sie nutzt laut „Business Standard“ Infrarotsysteme für die Zielerfassung. Das Modell ermöglicht flexible und mobile Startmethoden, einschließlich Multistartvorrichtungen für Schwarmangriffe, die auf Schiffen oder Fahrzeugen montiert werden können.

Zusätzlich wird die Produktion von Anti-Radar-Drohnen, die zur Verbesserung der Fähigkeiten im See- und Luftkampf dienen, voraussichtlich im nächsten Jahr abgeschlossen. Diese sollen gegnerische Radarstationen und Schiffsradare angreifen.