Taktik: Die Dreierkette ist auf dem Vormarsch in der Bundesliga

Acht von 18 Teams spielten das System zuletzt. Damit besonders erfolgreich ist Herthas Gegner Hoffenheim. Kevin Vogt gibt dort den „Libero 2.0“

Berlin.  Es ist die Fantasie, die besondere Trainer von herkömmlichen unterscheidet. Die Fantasie, aus einem herkömmlichen Spieler einen besonderen machen zu können, indem man ihn umtopft auf eine Position, von welcher der Profi selbst noch nicht einmal weiß, dass sie seine perfekte ist.

Louis van Gaal erkannte einst beim FC Bayern, dass in Bastian Schweinsteiger kein Flügelspieler steckte, sondern ein herausragender Sechser. Pep Guardiola schulte Joshua Kimmich vom Mittelfeldmann zum Rechtsverteidiger um, als welcher er Nationalspieler wurde. Und es gibt noch Kevin Vogt, dessen Name weniger schillert, der aber als Hinweis darauf gelten darf, dass der 29 Jahre junge Hoffenheimer Julian Nagelsmann auf dem Weg ist, ein besonderer Trainer zu werden.

Vogt hat bis Sommer im defensiven Mittelfeld des 1. FC Köln gespielt. Manchmal saß er auch nur auf der Bank. Dennoch kaufte ihn Herthas Gegner am Freitag (20.30 Uhr, Olympiastadion), die TSG Hoffenheim, für 1,5 Millionen Euro. Bei den ersten Gesprächen erklärte Nagelsmann dem 25-Jährigen, dass er aus ihm einen anderen Spieler machen werde. Er sagte: "Ich will dir deine Stärken nicht nehmen. Du sollst sie nur eine Position weiter hinten ausspielen", erzählt Vogt dieser Zeitung. Denn Nagelsmann hatte eine Idee, wie er aus einer Schießbude der Liga die aktuell zweitbeste Defensive formen wollte. Sie hieß Dreierkette, hatte Vogt im Zentrum und steht heute für einen echten Taktik-Wandel.

Guardiola und Conte belebten einst die Formation

Am vergangenen ...

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