Taliban benennen UN-Botschafter und wollen Redezeit

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Die afghanische Taliban-Regierung hat um Redezeit bei der UN-Vollversammlung gebeten. Der Antrag wurde offiziell vom Taliban-Außenminister an den Generalsekretär der UN gestellt. Der in Doha ansässige Sprecher der Taliban soll demnach neuer Vertreter Afghanistans bei den Vereinten Nationen werden.

Ein UN-Ausschuss wird über den Antrag entscheiden, allerdings ist es ist unwahrscheinlich, dass dies noch während der laufenden Sitzung passiert.

Wir müssen uns einige schwierige Fragen stellen und Lehren ziehen, für die NATO habe ich dies eingeleitet. Es gibt auch eine Lektion für die gesamte internationale Gemeinschaft zu lernen: Für die NATO, die Vereinten Nationen, die EU und viele andere Länder haben über 20 Jahre große Anstrengungen unternommen. Wir alle müssen unsere Lehren daraus ziehen, warum die Taliban zurück sind und warum es in Afghanistan so geendet hat.

Jens Stoltenberg
NATO Generalsekretär

Bisher hat kein Staat die Taliban offiziell als neue Regierung Afghanistans anerkannt. Die Zustimmung der UNO zur Nominierung eines neuen Botschafters wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu internationaler Anerkennung. Katar forderte auf der Vollversammlung dazu auf, die Taliban zu akzeptieren.

Katar hat sich zu einem wichtigen Vermittler in Afghanistan entwickelt. Das Land hat seit der Machtübernahme durch die Taliban Afghanen und ausländische Staatsangehörige bei der Ausreise unterstützt und die jüngsten innerafghanischen Friedensgespräche unterstützt.

Wegen Taliban: Pakistan sprengt Treffen der Südasiatischen Wirtschaftsgemeinschaft

Ein Treffen der Außenminister der Südasiatischen Wirtschaftsgemeinschaft, das für den 25. September in New York geplant war, wurde abgesagt, da Pakistan auf der Teilnahme der Taliban besteht. Die Forderung Pakistans wurde von allen SAARC-Ländern einstimmig abgelehnt.

Die pakistanische Regierung hatte die Mitgliedstaaten aufgefordert, dem Taliban-Regime die Entsendung eines Vertreters zum jährlichen Treffen der der Vereinigung für regionale Zusammenarbeit zu gestatten, daß am Rande der 76. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York stattfinden sollte.

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