Tanken: Hier zahlt man in Deutschland am meisten

Alles wird teurer, die Verbraucher ächzen unter den steigenden Preisen bei Mieten, Lebensmitteln und Benzin. Ein Studie zeigt nun, wo das Tanken in Deutschland am teuersten ist.

Das Auto zu betanken, sorgt bei den meisten Deutschen derzeit für schlechte Laune. (Bild: Getty Images)
Das Auto zu betanken, sorgt bei den meisten Deutschen derzeit für schlechte Laune. (Bild: Getty Images)

Die Anzeige an der Zapfsäule dürfte für die meisten Autofahrer seit einigen Wochen ein echter Stimmungskiller sein. Denn Tanken gehört aktuell auch zu den Bereichen, in denen die Preiskurve nur noch einen Weg zu kennen scheint – nach oben. Der Tankrabatt brachte nicht die erhofften Ergebnisse für die Verbraucher. Für viele wird das Autofahren so zum nur noch schwer finanzierbaren Luxus – und das auch noch mit starken regionalen Schwankungen.

Denn die Preise an den Tankstellen sind zwar überall in Deutschland ungewöhnlich hoch, doch wie auch bei Mieten oder Immobilienpreisen gibt es quer durch die Republik deutliche Unterschiede bei den Preisen für Benzin. Das zeigt laut dpa eine aktuelle Marktübersicht des Bundeskartellamts.

Eine gute Nachricht: Im vergangenen Monat sind Benzin und Diesel wieder ein wenig billiger geworden. Im Schnitt sank beispielsweise der Preis für einen Liter Superbenzin der Sorte E5 zwischen dem 1. Juli und 1. August von 1,91 Euro auf 1,81 Euro, der Dieselpreis lag zum 1. August 5 Cent niedriger als am 1. Juli.

Hier ist Tanken in Deutschland am teuersten

Die schlechte Nachricht: Die regionalen Preisunterschiede sind dafür höher geworden. Im Juli lag etwa die Differenz bei Diesel bei 11 Cent, nun bei 19 Cent. Beim Liter Superbenzin gibt es Unterschiede von bis zu 21 Cent.

Laut der Marktübersicht liegen die Regionen mit den höchsten Preisen in Bayern – am tiefsten muss man hier im Südosten in die Tasche greifen. So ergeht es auch Autofahrern im Südosten Baden-Württembergs. Die niedrigsten Beträge zahlt man aktuell in Berlin.

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Grund für diese massiven regionalen Differenzen und die auffallend hohen Preise im Süden Deutschlands soll der sehr niedrige Pegelstand des Rheins sein – dieser erschwert Transporte nach Bayern. Zudem kommt es bei Raffinerien in Bayern und im angrenzenden Ausland zu eingeschränkten Produktionskapazitäten.

Schwankungen in Europa

Schwankende Spritpreise gibt es aber nicht nur innerhalb Deutschlands. Auch in der EU gibt es deutliche Unterschiede. Der ADAC rät daher Reisenden, sich vor ihrem Urlaub darüber zu informieren, was sie in ihrem Urlaubsland oder bei der Durchreise durch andere Länder an den Tankstellen erwartet.

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Besonders viel zahlt man beispielsweise für den Liter Super in Schweden, der Schweiz, den Niederlanden und Dänemark mit Preisen zwischen 2,02 Euro bis 2,22 Euro. Auch in Griechenland kostet die Tankfüllung besonders viel: Hier werden 2,15 Euro für den Liter Super aufgerufen.

Mit 1,29 Euro wirken die Preise in Ungarn vergleichsweise traumhaft – sie gelten aber nur für Fahrzeuge mit ungarischem Kennzeichen, ausländische Fahrzeuge zahlen 60 Cent mehr. In Polen unterscheidet sich der Preis für Ausländer nicht von dem für Einheimische, hier zahlt man pro Liter Super 1,53 Euro aktuell am wenigsten in Europa.

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