Wieder ein Tankleck: Artemis-Mondmission der Nasa bleibt am Boden

Herber Rückschlag für die Mondmission Artemis 1. Nach einem erneut fehlgeschlagenen Start in Cape Canaveral sucht die US-Raumfahrtbehörde Nasa fieberhaft nach den Hintergründen der Pannen.

Wie schon beim ersten Versuch war erneut ein Tankleck ursächlich für die Absage nur drei Stunden vor dem möglichen Zeitfenster. Das am Samstag neu aufgetretene Leck sei diesmal deutlich größer gewesen, sagte Nasa-Sprecher Jim Free im Hauptquartier der Behörde: "Die Startperiode 25 ist definitiv vom Tisch. Wir werden nicht starten. Sie wissen, dass dieser Zeitraum am Dienstag endet. Wir werden in diesem Zeitraum nicht starten. Die Startfenster 26 und 27 hängen wirklich von den Optionen ab, die das Team wahrscheinlich am Montag oder am frühen Dienstagmorgen vorlegen wird."

Der deutsche Esa-Astronaut Alexander Gerst erklärte, dass Probleme bei Teststarts komplexer Systeme nicht überraschend seien. Zahlreiche Schaulustige waren vergeblich nach Florida gereist, um den Beginn der unbemannten Mission zu verfolgen.

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Unter ihnen auch David D'Alessandro aus Shrewsbury im Staat Massachusetts: "Seit 50 Jahren wird darauf gewartet, dass sie zum Mond zurückkehren. Das ist schon seit Dezember 1972, als Gene Cernan den Mond verließ, überfällig. Und im kommenden Dezember werden es 50 Jahre sein. Ich meine, wir hätten schon viel früher zurückkehren sollen. Und ich freue mich darauf."

Der auf knapp 40 Tage angelegte Testflug Artemis 1 soll die Rückkehr zu bemannten Flügen zum Mond einläuten. Dies könnte frühestens 2025 der Fall sein. Langfristig plant die Nasa auch bemannte Missionen zum Mars.

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