Tanzende Lichtbälle: Mysteriöses Phänomen in North Carolina

Im Jahr 1771 wurden sie angeblich zum ersten Mal gesehen: geisterhafte Lichter in Orange, Blau oder Rot, die in der Gebirgslandschaft im US-Bundesstaat North Carolina auftauchten. Die sogenannten „Brown Mountain Lights“ haben es bereits in die TV-Serie „Akte X“ und in diverse Songs geschafft, zahlreiche Mystery-Fans pilgern in die Gegend. Immer wieder berichten Augenzeugen davon, die leuchtenden Kugeln gesehen zu haben – und nach wie vor suchen Experten nach einer wissenschaftlichen Erklärung für das Phänomen.

Sind es Geister, deren Seelen den Berg hinab wandern? Handelt es sich um UFOs – oder schlicht um Reflexionen von Autoscheinwerfern, Zügen oder Buschbränden? Immer wieder berichten Augenzeugen von mysteriösen Lichterscheinungen über einem Hügel im Westen von North Carolina, nahe der Stadt Morganton. Die sogenannten „Brown Mountain Lights“ von Burke County sind in Mystery-Kreisen längst legendär.

Einer der Augenzeugen ist Steve Woody – vor mehr als 50 Jahren war er mit seinem Vater auf der Jagd, als zwei orangefarbene Lichtbälle vor ihnen auftauchten. Sie schwebten an ihnen vorbei und „fielen“ dann eine Schlucht an den Ausläufern der Blue Ridge Mountains hinunter.

Noch immer gibt es keine schlüssige wissenschaftliche Erklärung für das Phänomen – und geht es nach dem Tourismus-Amt von Burke County, kann das auch ruhig so bleiben. Schließlich locken die rätselhaften Lichter zahlreiche Touristen in die Gegend.  Damit das auch so bleibt, wurde kürzlich in der Stadt Morganton ein Symposium abgehalten. Es erfreute sich so großer Nachfrage, dass nicht nur alle 120 Eintrittskarten verkauft wurden, sondern weitere Fans paranormaler Rätsel draußen vor der Tür warteten. „Es ist ein positives Problem, das wir da haben“, so Tourismus-Direktor Ed Phillips gegenüber „Associated Press“. „Ich hätte 500 Tickets verkaufen können.“

Das nächste Symposium ist bereits in Planung – genau wie ein Wettbewerb der besten Foto- und Videoaufnahmen der Lichter. T-Shirts und Kühlschrankmagneten gibt es bereits zu kaufen. Zudem bietet die Stadt eine „Brown Mountain Paranormal Expedition“ an:  Tour-Guide Joshua P. Warren, selbsternannter Experte für paranormale Phänomene, hält während eines Essens für Touristen einen Vortrag über die Lichter. Danach fährt ein Bus alle Punkte ab, von denen aus sie bereits beobachtet wurden.

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Daniel Caton, Professor für Physik und Astronomie an der Appalachian State University, glaubt, dass sich 95 Prozent der Augenzeugenberichte auf Flugzeuglichter zurückführen lassen. Doch für einige der Lichterscheinungen könnte es seiner Meinung nach Erklärungen geben, die über reine Reflexionen hinausgehen. So schließt Caton nicht aus, dass es sich dabei um Kugelblitze handeln könnte – kugelförmige Lichterscheinungen, deren genauer Ursprung ebenfalls ungeklärt ist und in den Bereichen Meteorologie, Elektrotechnik, Physik und Chemie noch immer erforscht wird.

Der Wissenschaftler plant, an den einschlägigen Aussichtspunkten Kameras aufzustellen, die pausenlos filmen. So soll es Interessierten zu jeder Zeit möglich sein, auf seiner Website nach den Lichtern Ausschau zu halten. Und er selbst findet möglicherweise eines Tages eine stichhaltige Erklärung für das Phänomen.

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