Tarifrunde für Bund und Kommunen ergebnislos vertagt

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen ist am Dienstag in Potsdam ohne ein Angebot der Arbeitgeber ergebnislos vertagt worden. Verdi und Beamtenbund fordern für die rund 2,4 Millionen Angestellten wegen der hohen Inflation 10,5 Prozent, mindestens jedoch monatlich 500 Euro mehr Gehalt für eine Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Tarifparteien seien weit auseinander, sagte Verdi-Bundeschef Frank Werneke nach der ersten Tarifrunde "weil die Arbeitgeber die Notwendigkeit, die gestiegenen Preise auszugleichen, nicht anerkennen". Ulrich Silberbach, Vorsitzender des Deutschen Beamtenbunds (DBB) kündigte "Begleitmusik" an und bat Betroffene "um Verständnis dafür, wenn es an der einen oder anderen Stelle Beeinträchtigungen geben wird".

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte, es stünden schwierige Verhandlungen bevor. Die Haushaltslage vor allem der Kommunen sei angespannt. Die Friedenspflicht der Gewerkschaften endet am Mittwoch. Die zweite Tarifrunde wurde für den 22./23. Februar ebenfalls in Potsdam angesetzt.

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