Tarifverhandlungen für Beschäftigte von Pizza Hut und McDonald's abgebrochen

Filiale von McDonald's

Die Tarifverhandlungen für die mehr als 100.000 Beschäftigten von Fastfoodketten wie McDonald's, Burger King, Pizza Hut und Nordsee sind am Freitag ergebnislos abgebrochen worden. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten wies das Angebot vom Bundesverband der Systemgastronomie als "völlig inakzeptabel" und "nicht verhandelbar" zurück. Damit seien die Tarifgespräche zwar noch nicht gescheitert, es gebe aber derzeit keinen neuen Verhandlungstermin, sagte eine Sprecherin.

Die NGG fordert Lohnerhöhungen von mindestens sechs Prozent und eine überproportionale Steigerung für die unterste Tarifgruppe. Zuletzt bot die Arbeitgeberseite laut Gewerkschaft aber nur ein Plus von 1,5 bis drei Prozent für zwei Jahre. Für die unterste Tarifgruppe seien mit 8,90 Euro pro Stunde lediglich sechs Cent mehr als der gesetzliche Mindestlohn geboten worden.

Der Bundesverband der Systemgastronomie vertritt rund 800 Unternehmen mit rund 100.000 Beschäftigten und mehr als 2700 Filialen. Dazu gehören unter anderem auch Kentucky Fried Chicken, Starbucks und die Pasta-Kette Vapiano.

Die NGG warf unter anderem McDonald's vor, seine Beschäftigten "mit Niedrigstlöhnen abspeisen" zu wollen. Dass Mitarbeiter mit einem Vollzeitjob ihren Lohn letztlich mit staatlichen Leistungen aufstocken müssten, trage zur sozialen Ungerechtigkeit bei. Die Gewerkschaft hatte seit Jahresbeginn bereits mehrfach zu Protestaktionen und Warnstreiks aufgerufen.

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