Tarifverhandlungen für Stahlarbeiter im Osten gehen weiter

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat der US-Regierung im Streit um angebliche Dumpingpreise deutscher Stahlunternehmen nationalen Egoismus vorgeworfen. Er warnte in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" vor einer Protektionismus-Spirale

Nach dem Tarifabschluss für die Stahlarbeiter im Nordwesten gehen die Verhandlungen für die 8000 Beschäftigten in Ostdeutschland am Dienstag weiter (11.00 Uhr). Für die zweite Runde in Berlin erwartet die IG Metall zunächst ein erstes Angebot der Arbeitgeber. Es gilt als wahrscheinlich, dass der in der vergangenen Woche erzielte Abschluss im Nordwesten eine Art Blaupause für die Verhandlungen ist.

Im Nordwesten hatten sich die Tarifparteien darauf geeinigt, dass die 72.000 Beschäftigten dort ab April 2,3 Prozent mehr Geld bekommen, ab Mai 2018 weitere 1,7 Prozent. Die IG Metall fordert in den aktuellen Verhandlungen 4,5 Prozent mehr Lohn, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, sowie die Weiterführung der Tarifverträge zur Altersteilzeit und über den Einsatz von Werkverträgen.

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