"Tatort: Kein Mitleid, keine Gnade": Woher kennt man Paul?

(dr/spot)
Kommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär, r.) mit Schüler Paul Hünecke (Thomas Prenn) im "Tatort: Kein Mitleid, keine Gnade" (Bild: WDR/Thomas Kost)

Den Schüler Paul Hünecke nimmt der Tod seines Freundes und Klassenkameraden Jan sichtbar mit. Doch das heißt nicht, dass er deshalb mit der Polizei zusammenarbeiten würde. Seine Wut und seine Trauer trägt er mit sich allein aus. Im neuesten "Tatort: Kein Mitleid, keine Gnade" aus Köln verkörpert der Schauspieler Thomas Prenn (geb. 1994) den vielschichtigsten Charakter des Films.

Vielen "Tatort"-Fans wird das Gesicht ziemlich bekannt vorkommen: Im Schwarzwald-"Tatort: Damian" verkörperte er kurz vor Weihnachten 2018 bereits die titelgebende Figur und wurde nach der Ausstrahlung von nahezu allen Kritikern hochgelobt. Prenn spielte dort einen an Schizophrenie erkrankten Jura-Studenten überaus realistisch, der von Wahn und Halluzinationen geplagt wird. Für seine Darstellung erhielt er den Studio Hamburg Nachwuchspreis 2019.

Prenn ist italienischer Staatsbürger

"Damian" war auch die erste große TV-Hauptrolle in der noch jungen Karriere des Nachwuchstalents. Prenn wurde 1994 geboren und ist italienischer Staatsbürger. Der gebürtige Südtiroler wuchs im Pustertal auf und studierte anschließend an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst. Der 1,84 Meter große Prenn gehört zum Ensemble des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe und lebt mittlerweile in Berlin.

Seinen ersten Auftritt im deutschen TV hatte Prenn im Jahr 2017 im Fernsehfilm "Der namenlose Tag" an der Seite von Thomas Thieme (71) und Devid Striesow (46). 2018 folgte neben "Damian" auch eine Nebenrolle in der BR-Serie "Servus Baby". Zuletzt war Prenn in der Endzeit-Miniserie "8 Tage" neben namhaften Kollegen wie Mark Waschke (47), Christiane Paul (45), Henry Hübchen (72) oder Fabian Hinrichs (46) auf dem Bezahlsender Sky zu sehen.