Im "Tatort: Unter Wölfen" spielt ein gesuchter Verbrecher mit

(amw/spot)
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Im "Tatort: Unter Wölfen" befand sich ein echter Verbrecher unter den Statisten. (Bild: SWR/Jacqueline Krause-Burberg)
Im "Tatort: Unter Wölfen" befand sich ein echter Verbrecher unter den Statisten. (Bild: SWR/Jacqueline Krause-Burberg)

Im neuen "Tatort: Unter Wölfen" (26.12., 20:15 Uhr, Das Erste) untersuchen die Ludwigshafener Ermittlerinnen Lena Odenthal (Ulrike Folkerts, 59) und Johanna Stern (Lisa Bitter, 36, "Der Beischläfer") einen Mordfall im Türstehermilieu.

Für die Dreharbeiten im Sommer 2019 wurden deshalb schlagkräftige Statisten gesucht. Darunter war ein Kampfsportler aus Heilbronn, der allerdings nicht wegen seiner schauspielerischen Leistung auffiel, sondern wegen seiner kriminellen Vergangenheit. Der Mann wurde per internationalem Haftbefehl gesucht, wie "FAZ" bereits im Juli 2020 berichtete.

Viele Jahre untergetaucht

Der Mann wurde laut Carabinieri der süditalienischen Stadt Reggio Calabria unter anderem wegen bewaffneten Überfalls und Entführung gesucht. 2008 hatte er die Taten mit Komplizen begangen, wurde überführt und in drei Gerichtsverfahren verurteilt. Die Gesamtstrafte von über vier Jahren Gefängnis trat er allerdings nicht an und tauchte stattdessen unter. Erfolgreich blieb er einige Jahre unentdeckt, bis er als Komparse für den "Tatort: Unter Wölfen" vor der Kamera stand.

Regisseur Thomas Bohn: "Ich habe herzhaft gelacht"

Bei einem Fotoshooting am Set sprach der Gesuchte laut "FAZ" mit einem Reporter und nannte dabei seinen vollen Namen, was ihm zum Verhängnis wurde. Ende April dieses Jahres nahm die Polizei den flüchtigen Straftäter fest.

Und wie reagierte Regisseur Thomas Bohn (61) auf die Nachricht? "Ich habe herzhaft gelacht", erklärt der Filmemacher dem Sender. "Vor allem, als ich gesehen habe, um wen es sich handelt. Der Herr stand beim Pressefoto dicht bei mir und war beim Dreh einer der Engagiertesten." Aus ihm hätte laut Bohn ein guter Stuntman werden können. "Vielleicht hätte er vor seiner kriminellen Berufswahl mal bei uns vorsprechen sollen."