14.000 Menschen demonstrieren in Bielefeld gegen Rechtsextremismus

Demonstranten protestieren gegen Aufmarsch von Rechten

In Bielefeld haben am Samstag 14.000 Menschen gegen Rechtsextremismus demonstriert. An verschiedenen Orten der ostwestfälischen Stadt zogen die Teilnehmer von insgesamt dreizehn Demonstrationen durch die Innenstadt zum Landgericht, wie die Polizei mitteilte. Damit protestierten sie gegen eine Kundgebung von etwa 230 Anhängern der rechtsextremen Kleinstpartei "Die Rechte NRW".

Die Demonstrationen blieben weitgehend friedlich. Es seien insgesamt 14 Strafverfahren eingeleitet und elf Menschen vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, teilte die Polizei mit. Sechs Menschen kamen in Gewahrsam, weil sie eine Polizeisperre durchbrechen wollten. In mehreren weiteren Fällen ging es um Verstöße gegen das Vermummungsverbot.

Die Demonstranten von "Die Rechte" demonstrierten am 9. November, dem Jahrestag der Reichsprogromnacht, für die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck, die in Bielefeld im Gefängnis sitzt. Das Bündnis der Gegendemonstranten nannte das Datum eine Provokation. "Die Rechte" hatte ihren Aufzug wegen des 91. Geburtstag Haverbecks am 8. November angemeldet.

Im Bielefelder "Bündnis gegen Rechts" sind nach eigenen Angaben Organisationen aus den unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Lebens in und um Bielefeld zusammengeschlossen. Entstanden war das Bündnis 2011, um einen Neonazi-Aufmarsch an Heiligabend zu verhindern.