Tausende Feuerwehrleute kämpfen gegen riesigen Waldbrand in Kalifornien

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"Dixie Fire" in Kalifornien

In Kalifornien kämpfen tausende Feuerwehrleute gegen einen seit Tagen wachsenden Waldbrand, der inzwische sein eigenes Wetter bildet. Die Flammen des "Dixie Fires" schlügen mittlerweile so hoch, dass sie eigene Wolken formen, sagte die für den Brand zuständige US-Metereologin Julia Ruthford am Sonntag (Ortszeit). Diese Wolken könnten unter anderem Gewitter bedeuten. "Morgen könnte ein herausfordernder Tag werden."

"Wenn diese Wolken hoch genug sind, haben sie das Potenzial, Blitze zu erzeugen", warnte die Expertin. Gewitter und starke Winde, die ebenfalls durch die Feuerwolken ausgelöst werden, könnten den Brand demnach weiter anheizen.

Das Feuer war Mitte Juli in den Wäldern des nördlichen Kaliforniens ausgebrochen. Am Wochenende waren dort 5400 Feuerwehrleute im Einsatz. Bislang waren sehr abgelegene Gebiete betroffen und nur wenige Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Allerdings sind die Flammen nach Angaben der Feuerwehr mittlerweile gefährlich nah an mehrere Ortschaften herangerückt.

Eine vorläufige Untersuchung hat ergeben, dass wohl ein auf eine Stromleitung gekippter Baum die Ursache für das "Dixie Fire" war. Der Betreiber der Leitung, der US-Energieversorger Pacific Gas and Electric (PG&E) war bereits für das sogenannte "Camp Fire" in Kalifornien im Jahr 2018 verantwortlich gemacht worden. Damals lösten defekte Stromleitungen und mangelhafte Schutzvorkehrungen den Brand aus, bei dem 86 Menschen ums Leben kamen.

Waldbrände sind in der Region keine Seltenheit. Doch dieses Jahr sind sie wegen einer mehrjährigen Dürre, böiger Winde und eines heißen Frühsommers ungewöhnlich früh ausgebrochen. Experten sehen einen Zusammenhang zum Klimawandel. Bislang haben die Brände dreimal mehr Vegetation vernichtet als zu dieser Zeit in 2020 - dem bisherigen Rekordjahr für Waldbrände in Kalifornien.

pe/jes

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