Tausende Hindus pilgern trotz Corona-Pandemie zum Ganges

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Teilnehmer des Pilgerfestes (AFP/SANJAY KANOJIA)

Ungeachtet eines rasanten Anstiegs von Corona-Infektionsfällen in Indien sind tausende Hindus am Freitag zum Ganges gepilgert, um an dem Pilgerfest Gangasar Mela teilzunehmen und ein rituelles Bad in dem Fluss zu nehmen. Trotz der Omikron-Welle des Coronavirus hatte ein Gericht in Kolkata ein Verbot des Festes vor wenigen Tagen abgelehnt. Die meisten Pilger trugen keine Masken.

Insgesamt wurden am Freitag bis zu drei Millionen Pilger erwartet. Seit dem Morgengrauen gebe es ein "Meer von Menschen", schilderte ein Regierungsbeamter. Mit Drohnen sei Ganges-Wasser sei über den Pilgern zerstäubt worden, "um die Menge zurückzuhalten". Viele Teilnehmer wollten sich dennoch nicht von einem Bad im Ganges abhalten lassen.

Ein Polizist sagte, es sei nicht möglich, die Pilger zurückzuhalten: "Sie glauben, dass Gott sie retten wird und dass ein Bad im Ganges sie von allen Sünden reinigen wird, auch von dem Virus, falls sie infiziert sind."

In Indien wurden am Freitag innerhalb von 24 Stunden mehr als 260.000 Corona-Infektionen und 315 Todesfälle registriert. Auf dem Höhepunkt der vorigen Corona-Welle im vergangenen Mai verzeichnete Indien pro Tag mehr als 400.000 Infektionen und rund 4000 Todesfälle. Vorausgegangen war der massiven Infektionswelle damals das riesige Pilgerfest Kumbh Mela mit bis zu 25 Millionen Teilnehmern.

ao/gt

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