Tausende Menschen demonstrieren bei Ostermärschen gegen Krieg

Ostermarsch in München

In ganz Deutschland haben auch in diesem Jahr tausende Menschen bei den Ostermärschen gegen Krieg, Waffenexporte und Aufrüstung demonstriert. In Berlin versammelten sich nach Polizeiangaben mehr als tausend Menschen, aus Stuttgart wurden 2000 Teilnehmer und aus München rund 1000 Demonstranten gemeldet. Bundesweit fanden nach Angaben des Netzwerks Friedenskooperative am Karsamstag rund 50 Veranstaltungen und Aktionen statt.

Ein Sprecher der Friedenskooperative sagte, dass die Teilnehmerzahl stark von den Wetterbedingungen vor Ort abhängig gewesen sei. So seien in Stuttgart bei trockenem Wetter mehr Leute auf die Straße gegangen als im vergangenen Jahr. In Rostock seien dagegen bei Regen nur rund 50 Demonstranten erschienen, im Vergleich zu 80 im Vorjahr. Die Aktionen der Friedensbewegung werden bis Ostermontag fortgesetzt.

Redner bei den Veranstaltungen kritisierten unter anderem das Ziel der Nato-Staaten, bis zum Jahr 2024 mindestens zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistungen für das Militär auszugeben. Außerdem prangerten sie die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung und die von US-Präsident Donald Trump geplante Erhöhung des US-Verteidigungsetats an. Thema auf den Ostermärschen war auch der Umgang mit Flüchtlingen, Demonstranten trugen Schilder mit der Aufschrift "Kein Mensch ist illegal".

Die Bundesvorsitzende der katholischen Friedensorganisation Pax Christi, Wiltrud Rösch-Metzler, beklagte den anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien. Der jüngste Giftgasangriff auf die Kleinstadt Chan Scheichun, bei dem dutzende Zivilisten starben, "stellt ein schweres Kriegsverbrechen dar, das strafrechtlich zu ahnden ist", sagte sie laut Redetext auf dem Ostermarsch in Erlangen. "Es ist uns nicht egal, wenn Kriege und Konflikte in Syrien, Israel/Palästina oder der Ukraine kein Ende nehmen. Deshalb erinnern wir die Bundesregierung, für politische Lösungen zu arbeiten."

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