Tausende Menschen nach Vulkanausbruch auf Philippinen in Notunterkünften

Nach einem Vulkanausbruch auf den Philippinen haben tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Mindestens 2800 Menschen wurden vorsorglich in Notunterkünften untergebracht. (Ferdinand Edralin)
Nach einem Vulkanausbruch auf den Philippinen haben tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Mindestens 2800 Menschen wurden vorsorglich in Notunterkünften untergebracht. (Ferdinand Edralin)

Nach einem Vulkanausbruch auf den Philippinen haben tausende Menschen ihre Häuser verlassen. Mindestens 2800 Menschen wurden vorsorglich in Notunterkünften untergebracht, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Der Vulkan Kanlaon auf der Insel Negros war in der Nacht zum Montag sechs Minuten lang explosionsartig ausgebrochen und hatte eine fünf Kilometer hohe Wolke aus Asche, Gasen und Gesteinsbrocken in den Himmel geschleudert.

Neben herabregnender Asche und giftigen Gasen geht die größte Gefahr für die Bevölkerung von Strömen aus Vulkangestein aus, die die Hänge des Kanlaon hinabfließen. Das Gemisch aus Schlamm und Felsbrocken könnte auch bewohnte Gebiete überschwemmen.

Die Stadt Canlaon in der Provinz Negros Oriental forderte die Menschen auf, Häuser an Flüssen unterhalb des Vulkans zu verlassen. Nicht lebensnotwendige Geschäfte mussten schließen. Mehrere Flüge von und nach Bacolod wurden gestrichen. Der Flughafen der Hauptstadt der Provinz Negros Occidental ist der einzige größere Flughafen in der Nähe des Vulkans.

Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, wo mehrere Erdplatten zusammenstoßen. Es kommt daher häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Insgesamt gibt es in dem Inselstaat 24 aktive Vulkane. Beim Ausbruch des Vulkan Pinatubo im Jahr 1991, dem heftigsten der vergangenen Jahrzehnte, kamen mehr als 800 Menschen ums Leben.

mid/kbh