Teenager-Drillinge gründeten während ihrer Schulzeit ein Online-Magazin

·Lesedauer: 4 Min.

Im Alter von sechzehn Jahren begannen die Drillinge Luiza, Marina und Juliana Knijnik ein Online-Jugendmagazin mit dem Titel WOKE herauszubringen. Dieses soll jungen Menschen eine Plattform geben, um über Themen zu schreiben, die ihnen wichtig sind.

Marina, Juliana & Luiza, auch als „Knijnik-Drillinge“ bekannt, riefen das Online-Jugendmagazin WOKE ins Leben, als sie gerade einmal sechzehn Jahre alt waren. Foto: Mit freundlicher Genehmigung.
Marina, Juliana & Luiza, auch als „Knijnik-Drillinge“ bekannt, riefen das Online-Jugendmagazin WOKE ins Leben, als sie gerade einmal sechzehn Jahre alt waren. Foto: privat.

Seit zwei Jahren ist das Trio Herausgeber des WOKE Magazine. Die Drei schufen die Plattform mithilfe ihres Preisgeldes von 2.000 Australischen Dollar (umgerechnet etwa 1.268 Euro), die sie 2019 beim „Dragon’s Den“-Wettbewerb gewannen, um ein Startkapital für das WOKE Magazin zu haben. Damals waren sie in der 10. Klasse. Luiza sagt, dass sie und ihre Schwestern schon seit ihrer Kindheit ein sehr leidenschaftliches Interesse daran hatten, anderen zu helfen.

„Wir hatten schon immer vor, eine Plattform aufzubauen, [aber] wir wussten wirklich nicht, wie man es schafft, dass die Stimmen anderer junger Menschen gehört werden“, erzählten sie Yahoo Lifestyle Australien.

„Ich denke, eine Webseite ist der beste Weg, um das zu erreichen.“

„Die Gelegenheit hat sich quasi von selbst ergeben und wir haben sie ergriffen.“

USA: Woke, bis es ums Geld geht

Die Schwestern sind mittlerweile in der zwölften Klasse und machen ihren Schulabschluss, während sie weiterhin das WOKE Magazine leiten. Juliana fügt hinzu, dass sie und ihre Schwestern nach den weltweiten Schulstreiks für den Klimaschutz inspiriert wurden.

„Erinnern Sie sich, wie es zu der Zeit zu den ganzen Schulstreiks kam und dass es einige Menschen gab, die der Meinung waren, Kinder sollten so etwas nicht tun?“, sagte sie.

„Ich glaube wir wollten beweisen, dass wir es sehr wohl können.“

Kevin Greene, Bürgermeister von Georges River Council mit den Knijnik-Drillingen Luiza Juliana und Marina bei der Einführung des WOKE Magazine. Foto: Mit freundlicher Genehmigung.
Kevin Greene, Bürgermeister von Georges River Council mit den Knijnik-Drillingen Luiza Juliana und Marina bei der Einführung des WOKE Magazine. Foto: privat

Die Drillinge wurden in Brasilien geboren und zogen mit ihrer Familie nach Australien, als sie fünf Jahre alt waren. Marina sagt, dass ihre Eltern und das „Ausmaß sozialer Ungerechtigkeit“ zu Hause in Brasilien ein Grund dafür sind, warum sie und ihre Schwestern sich aktiv in der Gemeinde engagieren.

„Unsere Eltern hatten einen sehr großen Einfluss auf uns“, sagte sie.

„Sie haben immer über die Ungerechtigkeiten und darüber gesprochen, was in der Welt vor sich geht.

„Es war immer ein so großer Teil unserer Leben, weil sie sich immer leidenschaftlich dafür eingesetzt haben.“

Juliana, Luiza und Marina Knijnik mit ihren Eltern in Brasilien. Foto: Mit freundlicher Genehmigung.
Juliana, Luiza und Marina Knijnik mit ihren Eltern in Brasilien. Foto: privat

Mit den Abschlussprüfungen, die in nur wenigen Monaten stattfinden, ist das Leiten und Herausgeben des Magazins kein Kinderspiel – Teamwork ist die Lösung, um alles organisiert zu halten. Auch die Tatsache, dass die Geschwister unter einem Dach leben, hat sich als hilfreich herausgestellt, denn so kann man schnell und einfach Ideen austauschen.

Popstar Demi Lovato: Sie identifiziert sich fortan als nicht-binär

„Wir haben jede unsere ganz besonderen Stärken und ergänzen einander“, sagte Marina.

„Wir versuchen einfach, es zusammen zu schaffen“, fügte Luiza hinzu.

Das WOKE Magazine hat sechs verschiedene Rubriken: Nachrichten und Politik, Menschenrechte, die Erde, Identität und Junge Menschen, die etwas verändern.

Die Homepage des WOKE Magazine. Foto: WOKE.
Die Homepage des WOKE Magazine. Foto: WOKE.

„Zur ersten Ausgabe haben wir junge Menschen aus unserer Schule als Autoren eingeladen und das hat zu viel Engagement geführt“, sagte Luiza.

„Und dann ging es richtig los und andere Leute aus anderen Schulen begannen für uns zu schreiben.“

Seitdem ist das dynamische Trio in Kontakt mit Teenagern auf der ganzen Welt, die in ihren Heimatländern etwas verändern. Sie alle erzählen bei WOKE Magazine ihre inspirierenden Geschichten.

„Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so schnell wächst.“

Fitness-Promi Sophia Thiel: Sie meldet sich mit einem Buch zurück

Wir haben zum Beispiel Amika George aus England interviewt. Sie hat die Gesetze zur Periodenarmut verändert“, erzählte Luiza.

„Wir haben sehr viel Glück, dass wir junge Menschen auf der ganzen Welt interviewen können, die die Welt zum Besseren verändern.“

Die Familie Knijnik bei der Einführung des WOKE Magazine 2019. Foto: Mit freundlicher Genehmigung.
Die Familie Knijnik bei der Einführung des WOKE Magazine 2019. Foto: privat.

Seit Einführung des WOKE Magazine 2019 haben Luiza, Marina und Juliana Knijnik das Wachstum ihrer Jugendplattform steigern können, indem sie eine Reihe von Fördergeldern in Anspruch nahmen, wie zum Beispiel von der Behörde Multicultural NSW.

„All unsere Freunde lesen unsere Artikel und geben uns Feedback“, sagte Marina.

„Manche Autoren ziehen es vor, ihre Artikel anonym zu veröffentlichen, wenn sie über sensible Themen schreiben oder sie ihren Namen nicht veröffentlichen wollen. Aber in der Schule stehen wirklich alle dahinter“, fügte Luiza hinzu.

Die Drillinge wollen nach der Schule Ende des Jahres an die Uni wechseln, um Recht, Soziale Gerechtigkeit und Kunst zu studieren.

Die Knijnik-Drillinge. Foto: Mit freundlicher Genehmigung.
Die Knijnik-Drillinge. Foto: privat

Sie werden weiter am WOKE Magazine arbeiten und hoffen, dass ihre Plattform für Jugendliche weiterwächst und junge Menschen motiviert, inspiriert und darin bestärkt, etwas Positives in ihren Gemeinden zu bewirken.

„Wenn wir an der Uni studieren, hoffen wir, dass es sogar noch mehr Leute geben wird, die gern für uns schreiben wollen. Wir hoffen, dass das Magazin in diesem Sinne wachsen wird.“

„Es wäre auch sehr cool, es internationaler zu machen“, sagten die jungen Knijnik-Schwestern.

„Autoren auf der ganzen Welt [für das WOKE Magazine] zu haben, wäre sehr cool.“

Nastasha Tupas

VIDEO: Justizministerin: Keine Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.