Tennis: Maestro Roger Federer erfindet sich neu

Der Schweizer Roger Federer feiert den dritten Turniersieg in 2017 – und legt eine Pause ein. French Open und Familie haben Vorrang.

Miami/Berlin.  Als Roger Federer sich im Winter-Trainingslager in Dubai mit seinen Vertrauten zusammensetzte, war die Marschroute für 2017 schnell abgesteckt. In den ersten vier, fünf Monaten sollte Federer sich bei seinem Comeback langsam, aber beharrlich an die Spitze zurücktasten, Selbstbewusstsein und Schlagsicherheit finden und vielleicht auch einmal in die Nähe eines Turniersieges kommen.

Seine Saison, das war der nahe liegende Plan, würde "erst so richtig nach den French Open" beginnen, in der Vorbereitung auf Wimbledon, auf die Hartplatzmonate – die Zeit also, die traditionell Federer-Zeit im Tennis ist. Die Zeit, in der er fast immer seine größten Erfolge feierte.

Federer ist einer der größten Realisten in seinem Sport. Er weiß, was möglich ist für ihn – und was nicht. Er ist der schärfste Analytiker, der klarsichtigste Beobachter, wenn es um sich selbst geht. Und deshalb könnte es in diesen wundersamen Tagen auch keinen geben, der über Federer mehr erstaunt wäre als Federer.

"Das Verrückteste, was mir in der Karriere passiert ist"

Am Sonntagabend stemmte der 35-Jährige schon zum dritten Mal in der Saison einen mächtigen und wichtigen Pokal in die Höhe, beim Millionenspektakel in Miami. Wie zuvor in Melbourne, bei den Australian Open, und in Indian Wells löste sich das große Fragespiel um den Turniergewinner ebenso verblüffend wie denkwürdig im Namen Federer auf.

"Es ist das Verrückteste, was mir in meiner Karriere passiert ist", sagte der Maestro nach dem 6:3, 6:4-Sieg über den Spanier...

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