Terror in St. Petersburg: Senat bleibt hart: Keine Beleuchtung in russischen Farben

Nach dem Anschlag in St. Petersburg gab es am Brandenburger Tor keine russischen Landesfarben zu sehen. Stoff für hitzige Diskussionen.

Nach der Explosion in einer U-Bahn im russischen St. Petersburg am Montag hat sich die Zahl der Todesopfer laut Behördenangaben mittlerweile auf 14 Menschen erhöht. Weitere 49 Personen wurden bei dem Anschlag verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Obwohl die russischen Behörden davon ausgehen, dass es sich um einen terroristischen Akt gehandelt habe, entschied sich der Berliner Senat dazu, das Brandenburger Tor nicht in den russischen Landesfarben anzustrahlen. St. Petersburg sei keine Partnerstadt Berlins , lautete die Begründung der Entscheidung. "Man kann Kondolenz und Trauer auch ausdrücken, ohne das Brandenburger Tor zu beleuchten", sagte Senatssprecherin Claudia Sünder am Dienstag. "Es ist nicht der einzige Weg." Das Anstrahlen des Berliner Wahrzeichens bleibe weiterhin Städtepartnerschaften und Orten mit besonderem Bezug zu Berlin vorbehalten.

Komplett-Verzicht auf Trauer-Anstrahlung

Kultursenator Klaus Lederer (Linke) sprach sich dafür aus, künftig ganz auf die Trauer-Anstrahlung zu verzichten. "Jede Entscheidung für eine Beleuchtung des Brandenburger Tors wirkt inzwischen faktisch als Entscheidung gegen eine andere, es sei denn, es wird nahezu täglich in Farben beleuchtet, die für jeden terrorbetroffenen Nationalstaat stehen", schrieb Lederer auf Facebook.

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