Terroranschläge an symbolträchtigen Orten

Zufahrt zum Louvre: Am 3. Februar hatte ein Mann an dem weltberühmten Pariser Museum mit einer Machete eine Gruppe von Polizisten und Soldaten angegriffen. Foto: Christophe Ena

Pentagon, Louvre und Gedächtniskirche: Wie jetzt vor dem britischen Parlament suchen Attentäter immer wieder zentrale Orte von großer Bedeutung für ihre Anschläge aus. Eine Auswahl:

LOUVRE: Am 3. Februar 2017 wird das berühmte Kunstmuseum Schauplatz einer Macheten-Attacke auf Soldaten. An einer unterirdischen Passage nahe dem Louvre stürzt sich ein 29-jähriger Ägypter mit einer Waffe in jeder Hand auf eine Militärpatrouille. Dabei ruft er laut Ermittlern auf Arabisch «Allahu akbar» («Gott ist groß»). Er habe eine symbolische Aktion gegen Frankreich beabsichtigt, sagt er später.

GEDÄCHTNISKIRCHE: Am 19. Dezember 2016 steuert ein islamistischer Attentäter einen Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt vor der Berliner Gedächtniskirche - zwölf Menschen sterben. Der Tunesier wird wenige Tage später nahe Mailand bei einer Polizeikontrolle erschossen. Er war Geheimdiensten als Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

BLAUE MOSCHEE: Im Istanbuler Altstadtviertel sprengt sich am 12. Januar 2016 nahe der Blauen Moschee und der Hagia Sophia ein Selbstmordattentäter mitten in einer deutschen Reisegruppe in die Luft. Zwölf Menschen sterben. Die türkische Justiz geht davon aus, dass der Attentäter seine Instruktionen von Kadern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erhalten habe.

JÜDISCHES MUSEUM: Drei Menschen werden am 24. Mai 2014 in dem Brüsseler Museum erschossen - ein weiteres Opfer stirbt später an den Verletzungen. Der tatverdächtige Islamist kämpfte als selbst ernannter «Gotteskrieger» zuvor in Syrien.

TAJ MAHAL PALACE: Zehn radikal-islamische Terroristen attackieren am 26. November 2008 das Luxushotel in der indischen Metropole Mumbai. Außerdem greifen sie ein jüdisches Zentrum und einen Bahnhof an. Geiselnahmen halten die Polizei tagelang in Atem. Bei der blutigen Terrorserie kommen 175 Menschen ums Leben, Hunderte werden verletzt. Der einzige überlebende Terrorist wird 2012 hingerichtet.

MUSICALTHEATER «NORD-OST»: Am 23. Oktober 2002 bringen Terroristen während einer Aufführung in dem Moskauer Theater mehr als 900 Menschen in ihre Gewalt. Sie fordern den Abzug der russischen Truppen aus Tschetschenien. Spezialeinheiten stürmen das Gebäude, nachdem ein unbekanntes Betäubungsgas eingesetzt wurde, und erschießen die Geiselnehmer. Mehr als 170 Menschen sterben - unter anderem, weil die Ärzte nicht wissen, wie sie die befreiten Geiseln behandeln sollen.

WORLD TRADE CENTER - PENTAGON: 19 islamistische Terroristen greifen am 11. September 2001 wichtige Symbole amerikanischer Macht an. Sie steuern Flugzeuge in die beiden Türme des New Yorker World Trade Center und ins Pentagon bei Washington. Eine vierte Maschine, die offenbar auf dem Weg zum Weißen Haus ist, stürzt über freiem Feld ab. Nahezu 3000 Menschen kommen ums Leben. Mutmaßlicher Drahtzieher ist Osama bin Laden, der später von einer US-Spezialeinheit getötete Chef des Terrornetzwerkes Al-Kaida.

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