Terrorismus-Vorwurf gegen mutmaßlichen Parlaments-Brandstifter in Südafrika erhoben

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Verdächtiger vor Gericht (AFP/GIANLUIGI GUERCIA)

Nach dem verheerenden Brand im südafrikanischen Parlament in Kapstadt sieht sich der mutmaßliche Tatverdächtige nun auch mit dem Vorwurf des Terrorismus konfrontiert. Der 49-Jährige erschien am Dienstag ein zweites Mal vor Gericht, um sich neben Einbruch, Brandstiftung und Diebstahl dem neuen Vorwurf zu stellen. Allerdings gewährte die Richterin der Staatsanwaltschaft einen einmonatigen Aufschub, um den Geisteszustand des Verdächtigen zu überprüfen.

Bei dem Mann war zuvor Schizophrenie festgestellt worden. Er war bereits drei Tage nach dem Brand erstmals vor Gericht erschienen.

Der zusätzliche Vorwurf des Terrorismus war erhoben worden, nachdem die Ermittler am Montag Überwachungsaufnahmen aus dem Parlament gesichtet hatten. "Der Angeklagte hat rechtswidrig und vorsätzlich einen Sprengstoff oder eine andere tödliche Vorrichtung in das Parlamentsgebäude gebracht, dort platziert und zur Explosion gebracht - mit dem Ziel, großen Schaden anzurichten", hieß es in Gerichtsdokumenten.

Das Feuer war am 2. Januar ausgebrochen und hatte zunächst im ältesten Teil des Parlamentskomplexes gewütet. Dort stürzte das Dach ein, bevor sich die Flammen über weite Teile des Gebäudekomplexes ausbreiteten.

Die Flammen wüteten im holzgetäfelten Sitzungsraum des Parlaments, der sich im jüngsten Teil des Gebäudekomplexes befindet. Dort hält der Präsident des Landes jedes Jahr die Rede an die Nation. Laut Feuerwehr sind die Verwüstungen derart groß, dass dort für lange Zeit keine Sitzung stattfinden kann.

mkü/cp

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