Tesla Model Y (2020): Alle Daten und Bilder zum elektrischen Kompakt-SUV

feedback@motor1.com (Stefan Wagner)
Tesla Model Y

Über 500 km Reichweite für 55.000 Euro. Aber: Das erschwinglichere Basismodell kommt erst 2021

Es gab einmal eine Zeit, da hatte Tesla den gesamten Elektroauto-Markt quasi für sich alleine. Die Konkurrenz ist mittlerweile allerdings aufgewacht, ein bisschen zumindest. Daher muss auch der E-Pionier schauen, wo er bleibt und das geht am besten mit einem neuen Kompakt-SUV. Sagen Sie Hallo zum Tesla Model Y, dem Auto, das die Elon-Musk-Marke absatzmäßig nochmal richtig pushen dürfte. Technisch gesehen ist das auf dem Model 3 basierende Gefährt wohl eher ein Crossover. Wobei SUV oder Crossover - letztlich ist es wohl völlig egal. Beide Segmente killen bereits seit Jahren die Marktanteile der klassischen Limousinen und Kombis. Teslas einziges Angebot in diesem Bereich ist bisher das Model X. Selbiges ist sehr gut (und absurd schnell), aber eben auch seeeehr teuer. Das ändert sich nun und um es kurz zu machen: Die Wichtigkeit des Model Y für Tesla kann wohl kaum hoch genug eingeschätzt werden. 

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Jetzt hat das heiß ersehnte Model Y die Hüllen offiziell fallen gelassen und auf den ersten Blick sieht es .. ähm .. ziemlich rund aus. Ansonsten wissen wir, dass der neue Crossover gegen 3.100 Euro Aufpreis zum Siebensitzer mutiert und wie alle Teslas über äußerst solide Reichweiten und Leistungsdaten verfügen wird. Die Basis bildet der sogenannte "Standard Range" mit 370 Kilometer Reichweite, 200 km/h Spitze und einer 0-100-km/h-Zeit von etwas über 6 Sekunden. Er wird ab 39.000 Dollar kosten, das Ganze aber erst ab Frühjahr 2021. 

Die drei teureren Alternativen wird es, wenn denn alles nach Plan läuft, ab Herbst 2020 geben. Zum einen wäre da der "Long Range", der mit einer Ladung offiziell 480 Kilometer schaffen soll. Auf 100 km/h geht es hier in 5,8 Sekunden, die Spitze beträgt 209 km/h. Allerdings spricht der deutsche Konfigurator von 540 Kilometer nach WLTP. Ab 55.000 Euro soll es losgehen.

Wer noch mehr Dampf will, muss zum "Dual Motor AWD" oder "Performance" greifen. Erstere ist die Allrad-Variante des Model Y. Mit 505 km (WLTP) Reichweite, 217 km/h Topspeed und einer 0-100-km/h-Zeit von 5,1 Sekunden. Die Preise für die Allrad-Version beginnen in Deutschland bei 59.000 Euro. Das Topmodell der Y-Baureihe wird ab 67.000 Euro kosten, 480 Kilometer (WLTP) weit kommen, bis zu 241 km/h schnell sein und in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 stürmen. Laut Elon Musk soll das Model Y funktional sein wie ein SUV und sich fahren wie ein Sportwagen.

Im Interieur erinnert Teslas kleinerer Crossover ebenfalls an das Model 3. Ein eher minimalistisches Armaturenbrett trifft hier auf einen riesigen zentralen Touchscreen, der quasi alles steuert, was das Auto kann. Inklusive des optionalen Autopiloten. Ach ja: Wer auf eine geschrumpfte Version der coolen Flügeltüren wie im Model X gehofft hat, wird leider enttäuscht. Das Model Y kriegt vorne wie hinten konventionell angeschlagene Türen. 

Interessant ist, dass sich das Tesla Model Y in seinem Segment erstmals mit ernsthafter Konkurrenz wird herumschlagen müssen. Bis zum Marktstart Ende 2020 sollte Audi bereits seinen Q4 e-tron gelauncht haben. Auch Skoda dürfte bis dahin mit seinem Vision IV auf dem Markt sein, womöglich sogar VW mit dem I.D. Crozz