Textilarbeiterinnen demonstrieren am Jahrestag der Katastrophe von Rana Plaza

Vierter Jahrestag der Katastrophe von Rana Plaza

Mit einer Demonstration haben tausende Textilarbeiter in Bangladesch der tödlichen Katastrophe im Fabrikkomplex Rana Plaza gedacht. Sie jährte sich am Montag zum vierten Mal. Der Komplex in einem Vorort der Hauptstadt Dhaka war am 24. April 2013 unter dem Gewicht mehrerer illegal aufgestockter Etagen eingestürzt. Dabei wurden mehr als 1100 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Die Demonstranten forderten Gerechtigkeit für die Opfer und eine bessere Bezahlung von Textilarbeitern.

Mehrere westliche Kleidungsfirmen hatten im Rana Plaza Ware produzieren lassen. Die Katastrophe warf ein Schlaglicht auf die Probleme in den Textilfabriken des südasiatischen Landes, das nach China weltweit die Nummer zwei der Textilexporteure ist. Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten der Branche fordern seitdem stetig mehr Transparenz der Firmen sowie sichere Arbeitsbedingungen in den Fabriken.

Bislang wurde kein Verantwortlicher der Rana-Plaza-Katastrophe verurteilt. Demonstranten forderten, sie zu bestrafen. "Ich will keine Entschädigung mehr. Ich will, dass Sohel Rana hängt", sagte Marium Akter, deren Tochter Shieuly bei dem Einsturz getötet worden war. Sohel Rana war der Eigentümer des Gebäudes. Er und 40 weitere Verantwortliche, darunter auch Behördenvertreter, sind teils des Mordes angeklagt. Prozessbeginn war vergangenen Sommer.

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