Thadeusz: Kommt, lasset uns anbeten …

Jörg Thadeusz

Berlin. So was habe ich zuletzt gemacht, als meine Stimme sich noch nicht zwischen Kieksen und Brummen entschieden hatte: meine Mädchen-Hitparade. Da die dreieinhalb Jahrzehnte seit der letzten Liste nicht spurlos an mir vorübergegangen sind, bin ich während des Verfassens nicht mehr ganz so schlimm aufgeregt. Vielmehr freue ich mich in aller Ruhe daran, dass diese Frauen ein Licht werfen, in dem ich Motte sein kann.

Beispielsweise Jutta G. Die Reinigung duftet nach ihrem Parfüm, wenn sie arbeitet. Sie spricht so elegant, als würde es gar nicht um zu reinigende Anzüge gehen. Eher so, als würden wir gleich gemeinsam auf einer Theaterbühne mit einem komplizierten Stück debütieren. Sie hat sich ihr Lächeln selbst dann erkämpft, als sie gerade eben den ihr wichtigsten Menschen verloren hatte. Ich sprang mit dem Hintern voran in einen dementsprechend riesigen Fettnapf. Sie nahm es mir nicht übel. Für immer in meiner Hitparade.

Der Umgang mit Frauen ist nicht so schwierig, wie uns #metoo glauben macht

Die Chefmoderatorin der "Tagesthemen", Caren Miosga, lässt sich selbst von einer Bambi-Verleihung nicht beirren. Sie wartet bis Mitternacht mit ihrer Sendung in der ARD auf mich. Womöglich nicht auf mich allein. Wie sie aber den Eindruck entstehen lässt, ich persönlich könnte gemeint sein, platziert sie ganz weit vorn. Wo sie mit ihrer Contenance und ihrer kühnen Hinterlist sowieso hingehört.

Die Nummer eins hat mir zu Weihnachten vor Jahren einen gegipsten Hintern mit Ohren geschenkt. Meinte es ...

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