Thanksgiving: Trump begnadigt die Truthähne "Bread" und "Butter"

Thanksgiving: 46 Millionen Truthähne werden geschlachtet

US-Präsident Donald Trump hat im Weißen Haus die beiden Truthähne Bread und Butter, zu deutsch: Brot und Butter begnadigt. Sie werden also - anders als gut 46 Millionen ihrer US-Artgenossen - nicht für Thanksgiving geschlachtet.

Trump nutzte die traditionelle Begnadigungs-Aktion auch für Kommentare zu dem Amtsenthebungsverfahren, das die Demokraten aktuell gegen ihn anstreben.

Dankenswerterweise seien Bread und Butter so aufgezogen worden, dass sie unter allen Bedingungen ruhig blieben, sagte er. Das sei wichtig, weil sie von den Demokraten schon als Zeugen in den Impeachment-Ermittlungen vorgeladen worden seien.  

Außerdem wortspielte Trump, die Demokraten würden ihm stets vorwerfen, zu weich gegenüber der Türkei zu sein. Das Wort für Truthahn und Türkei ist im Englischen dasselbe: Turkey. Der Präsident spielte damit vermutlich auf das jüngste Treffen zwischen ihm und dem türkischen Staatschef Erdogan an. 

Begnadigte Vögel kommen ins "Truthahn-Nest"

Die beiden begnadigten Vögel kommen nun ins sogenannte "Truthahn-Nest" in Virginia, wo die Puter nach der Zeremonie im Weißen Haus traditionellerweise hingebracht werden. Thanksgiving ist an diesem Donnerstag. 

Trump pflegt mit der Begnadigung - wie viele seiner Vorgänger - eine Tradition mit mehr als 100 Jahre alten Wurzeln. Seit dem 19. Jahrhundert erhält die Präsidentenfamilie vor dem Feiertag einen besonders prächtigen Truthahn. 

Präsident Abraham Lincoln (1861 bis 1865) soll nach Angaben des Weißen Hauses auf Bitten seines Sohnes das erste Mal eines der Tiere begnadigt haben. Unter Präsident George Bush senior wurde die Truthahn-Begnadigung im Jahr 1989 festes Ritual. Thanksgiving (Erntedank) wird in den USA an diesem Donnerstag gefeiert.