The Supremes: Soul-Legende Mary Wilson überraschend verstorben

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Mary Wilson, Mitbegründerin der Gruppe The Supremes, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. (Bild: 2008 Getty Images/Jo Hale)
Mary Wilson, Mitbegründerin der Gruppe The Supremes, ist im Alter von 76 Jahren gestorben. (Bild: 2008 Getty Images/Jo Hale)

Mary Wilson, die durch ihre Auftritte mit der US-Girlgroup The Supremes bekannt wurde, ist tot. Die Sängerin starb überraschend im Alter von 76 Jahren. Ihr einstiger Labelchef würdigte sie in den höchsten Tönen.

Bis zuletzt war Mary Wilson offen für eine Reunion ihrer alten Band The Supremes. Nun ist die Sängerin überraschend in ihrem Haus in Henderson, Nevada, gestorben. Wie ihr langjähriger Freund und Publizist Jay Schwartz mitteilte, verstarb die Künstlerin am Montag. Wilson wurde 76 Jahre alt.

Mary Wilson wurde am 6. März 1944 in Greenville, Mississippi geboren. Im Jahr 1959 gründete sie zusammen mit Florence Ballard, Betty McGlown und Diana Ross das Quartett The Primettes. Zwei Jahre später benannte sich das nunmehr aus Ballard, Ross und Wilson bestehende Trio in The Supremes um und unterschrieb den ersten Plattenvertrag bei Motown Records.

In den folgenden Jahren wurden die Supremes zu einer der erfolgreichsten Girlgroups aller Zeiten. Zwölf ihrer Songs schafften es auf Platz eins der Billboard-Charts, unter anderem "Where Did Our Love Go", "Baby Love" und "You Can't Hurry Love". Ihren letzten Auftritt hatte die Gruppe 1970 in Las Vegas.

The Supremes im Jahr 1968, von links: Diana Ross, Mary Wilson und Cindy Birdsong. Kaum eine andere Gruppe war so prägend für den Sound des erfolgreichen Motown-Soul-Labels. (Bild: Central Press)
The Supremes im Jahr 1968, von links: Diana Ross, Mary Wilson und Cindy Birdsong. Kaum eine andere Gruppe war so prägend für den Sound des erfolgreichen Motown-Soul-Labels. (Bild: Central Press)

Motown-Gründer Berry Gordy: "Sie war eine Wegbereiterin, eine Diva"

"Ich war extrem schockiert und traurig, als ich vom Ableben eines wichtigen Mitglieds der Motown-Familie, Mary Wilson von den Supremes, hörte", kondolierte der Motown-Records-Gründer Berry Gordy am Montagabend. The Supremes seien immer als die "Sweethearts of Motown" bekannt gewesen. Durch sie sei vielen anderen Motown-Stars die Tür ins Showgeschäft geöffnet worden.

Über Wilson sagte Gordy: "Ich war immer stolz auf Mary. Sie war selbst ein ziemlicher Star und hat über die Jahre hinweg hart gearbeitet, um das Erbe der Supremes zu fördern. Mary Wilson war für mich etwas ganz Besonderes. Sie war eine Wegbereiterin, eine Diva und wird uns sehr fehlen."

Noch vor wenigen Wochen hatte Wilson in einem Interview mit "The Hollywood Reporter" über ein mögliches Comeback ihrer Band gesprochen: Sie selbst stünde einer Wiedervereinigung immer noch offen gegenüber, sagte Wilson. Allerdings würde sie inzwischen nicht mehr darauf warten und darauf hoffen: "Mit 76 und einem halben Jahr werde ich nicht herumsitzen und auf etwas warten. Wie meine Mutter zu sagen pflegte: Man soll nicht über verschüttete Milch weinen. Ich habe zu viel, wofür ich jetzt leben und worüber ich mich freuen kann." Die Entscheidung, sagte sie damals, läge allein bei ihrer ehemaligen Kollegin Diana Ross.