The Weeknd kündigt Grammy-Boykott an

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Der kanadische Künstler The Weeknd wird in Zukunft keine Songs mehr für die Grammys einreichen. (Bild: Icon Sportswire/Getty Images)
Der kanadische Künstler The Weeknd wird in Zukunft keine Songs mehr für die Grammys einreichen. (Bild: Icon Sportswire/Getty Images)

Der kanadische Sänger The Weeknd will in Zukunft die Grammy Awards boykottieren. Wie der 31-Jährige am Donnerstag in einem Interview bekannt gab, werde er in Zukunft keine Songs mehr für die Preisverleihung einreichen.

Nachdem er bereits im November vergangenen Jahres auf Twitter erklärt hatte, die Grammys seien "korrupt", gab der kanadische Musiker The Weeknd nun in einem Interview mit der "New York Times" bekannt, die Preisverleihung in Zukunft boykottieren zu wollen. "Wegen der geheimen Komitees werde ich meinem Label nicht mehr erlauben, meine Musik bei den Grammys einzureichen", sagte der Sänger am Donnerstag. Obwohl sein jüngstes Album "After Hours" 2020 mehrere Wochen lang die Charts zahlreicher Länder anführte, blieb eine Nominierung für die 63. Grammy-Verleihung aus. Der 31-Jährige warf den Veranstaltern daraufhin erneut Korruption vor.

Die Preisverleihung steht schon seit längerem in der Kritik: Seit Jahren seien schwarze Künstler unterrepräsentiert, so der Vorwurf. Auch andere Künstler wie Drake, Kanye West oder Frank Ocean haben sich bereits öffentlich gegen den Nominierungsprozess der Grammys geäußert.

Dadurch, dass das Abstimmungssystem der Grammys nicht transparent ist, führten die Nominierungen in den vergangenen Jahren regelmäßig für Kontroversen. Der Prozess erscheint vielen als nicht logisch: Eine anonyme Gruppe aus Experten überprüft die anfänglichen Nominierungs-Entscheidungen, die von der Recording Academy, einem gemeinnützigen Zusammenschluss von Künstlern und Produzenten, getroffen werden. Bei 61 der insgesamt 84 Award-Kategorien hat diese Gruppe das letzte Wort darüber, wer den Zuschlag erhält. Dem Komitee wird immer wieder vorgeworfen, voreingenommen und latent rassistisch zu entscheiden.