Theater in Berlin: Christian Schwochow probt zum zweiten Mal im Theater

Filmregisseur Christian Schwochow probt am Deutschen Theater. Es ist erst seine zweite Theaterarbeit. Und er hat wieder die Hosen voll.

Gerade erst hat er einen TV-Sechsteiler abgedreht, eine aufwendige Produktion, "Bad Banks" über eine mögliche neue internationale Finanzkrise, mit Dreharbeiten in London, Luxemburg, Berlin und Bahrain. Jeder andere hätte danach erst mal ein paar Monate Urlaub gemacht, um durchzuschnaufen. Christian Schwochow dagegen macht gleich weiter. Und probt am Deutschen Theater (DT) "Glückliche Tage", die am Sonnabend Premiere feiern. Es ist erst die zweite Theaterinszenierung des Filmregisseurs. Und wie bei der ersten hat er "die Hosen voll", wie er offen zugibt.

Es ist zwar wieder "nur" ein Kammerspiel, ein Zwei-Personen-Stück wie schon "Gift" im November 2013. Alles nicht so schlimm, könnte man denken. Aber für den Filmemacher ("Novemberkind", "Der Turm") ist Bühne eben keine Routine. Und während Lot Vekemans "Gift" ein neues, noch unverbrauchtes Stück war, ist "Glückliche Tage" von Samuel Beckett ein Klassiker, der seine 60 Jahre auf dem Buckel hat und schon von vielen inszeniert wurde. Und obendrein mit ganz vielen Regieanweisungen gespickt ist, die man, das ist testamentarisch verfügt, einhalten muss. Da muss man sich erst mal etwas Neues einfallen lassen.

Auf eine Klappstulle in die Love Lounge

Von Druck oder Nervosität ist allerdings nichts zu spüren, als Schwochow frühmorgens mit Schwung vors Deutsche Theater radelt. Dass er sich ein bisschen verspätet hat, lag am Gegenwind, wie er lachend meint. Wir haben aber überraschend mehr Zeit fürs Gespräch, weil Dagmar Manzel gerade krank ...

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