Thunberg und FFF nehmen Roger Federer ins Visier

Ben Barthmann
Sports Editor

Roger Federer ist Markenbotschafter der Schweiz Großbank Credit Suisse Group AG. Der Tennis-Star ist deshalb zum Ziel der Friday-for-Future-Bewegung geworden. Auch Greta Thunberg beteiligte sich an der Kritik in den Sozialen Medien.

Roger Federer steht medial in der Kritik. (Bild: Reuters)

Unter dem Hashtag #RogerWakeUpNow (engl.: Wach jetzt auf, Roger) machen zahlreiche Klimaschützer in den Sozialen Medien auf die aus ihrer Sicht fragwürdige Geschäftsbeziehung zwischen Federer und der Credit Suisse aufmerksam.

Der Hintergrund: Die Credit Suisse Group AG investiert viel Geld in Firmen, die fossile Energien fördern. Schon seit vielen Monaten steht das Unternehmen deshalb in der Kritik, behält den aktuellen Kurs aber größtenteils bei - wenngleich die Investitionen in Kohle gestoppt wurden.

Seit 2016 hat Credit Suisse 57 Milliarden US-Dollar in Unternehmen investiert, die fossile Energien fördern. Das ist völlig inkompatibel mit dem #Klimaschutz. Roger Federer, befürwortest du das? #RogerWakeUpNow

Roger Federer soll zum “Klima-Champion” werden

Aktuell wurde das Thema, weil im Januar 2020 der Prozess gegen fünf Frauen und sieben Männer beginnt, die im November 2018 das CS-Hauptgebäude in Lausanne besetzten. Federer, so die Forderung der Klima-Bewegung, solle sich vom Unternehmen distanzieren und zum “Klima-Champion” werden.

Auch die bekannte Aktivistin Greta Thunberg wurde am Donnerstagabend aktiv. Sie teilte zwei Beiträge in ihrem Twitter-Feed, die sich mit dem Federer-Thema beschäftigten und schloss sich der Forderung an den Schweizer an.

Eine Stellungsnahme von Federer ist bis Freitagmorgen nicht erfolgt.