Thyssenkrupp verkauft Aufzuggeschäft an Investorenkonsortium

Demonstration von Thyssenkrupp-Arbeitern

Der angeschlagene Industriekonzern Thyssenkrupp verkauft sein Aufzuggeschäft vollständig an ein Investorenkonsortium. Die Sparte gehe für 17,2 Milliarden Euro an ein Konsortium um Advent, Cinven und die RAG-Stiftung, wie das Unternehmen am Donnerstagabend mitteilte. Der Kaufvertrag sei bereits unterzeichnet.

Die Einnahmen aus dem Geschäft sollten zur Stärkung der Bilanz verwendet werden, hieß es weiter. Thyssenkrupp-Konzernchefin Martina Merz erklärte, der Konzern solle so weit wie nötig entschuldet werden.

Der Verkauf der profitablen Aufzugsparte war bereits bei der Vorlage der Jahresbilanz im November angekündigt worden. Thyssenkrupp hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 304 Millionen Euro gemacht, rund fünf Mal so viel wie im Vorjahr.