"Tief gestörte Person": "King Of Queens"-Star greift Tom Cruise wegen Corona-Wutanfall an

teleschau
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Vergangene Woche hatte ein angeblicher Ausraster von Tom Cruise wegen Missachtung der Corona-Regeln für Schlagzeilen gesorgt. Die Schauspielerin Leah Remini zweifelt nun an der Echtheit der zugrunde gelegten Quelle.

Hollywood-Star Tom Cruise nimmt die Corona-Regeln offenbar sehr ernst. Diesen Anschein erweckte zumindest ein Artikel des britischen Boulevard-Blatts "The Sun", wonach Tom Cruise am Set von "Mission: Impossible 7" ausgerastet sei, weil zwei Crewmitglieder den Mindestabstand nicht eingehalten hätten. Die Schauspielerin Leah Remini jedoch zweifelt an der Authentizität der zugrunde gelegten Audio-Datei.

In einem Beitrag auf dem Anti-Scientology-Blog "The Underground Bunker" erklärte die "King of Queens"-Darstellerin, die 25 Jahre lang Mitglied der Sekte war und 2013 ausstieg, ihren Standpunkt: Cruise sei eine "missbräuchliche Person", schrieb sie. Er sorge sich nicht um die Familien seiner Crew. Das sei alles für die Öffentlichkeit: "Tom glaubt nicht an Familienwerte. Ich meine, wie irgendjemand darauf hereinfallen kann, ist einfach irre. Ich würde wetten, dass Tom diese Tirade für sich schreiben ließ und seinen Scientology-Assistenten dazu brachte, sie aufzunehmen und zu veröffentlichen." Einen reichen Schauspieler mit enormer Macht zu hören, der sich auf diese Weise an seine Crew wendet, sei "ein Zeichen von Schwäche und einer tief gestörten Person".

Remini fuhr fort: "Tom scheint zu glauben, dass Hollywood nicht in der Lage ist, ohne seine Hilfe Filme zu machen. So etwas zu sagen, deutet auf die gottgleiche Figur hin, für die Tom sich hält, und auf das, was ihm von Scientology gesagt wird." In Wirklichkeit würde jeder, der derzeit in Hollywood arbeite, unter strengen COVID-Regeln arbeiten. "Tom Cruise diktiert nicht, wie Filme gemacht werden, auch wenn er das zu glauben scheint."

"Er ist ein missbräuchlicher Mensch"

Die Tirade offenbare die "wahre Persönlichkeit" des 58-Jährigen: "Er ist ein missbräuchlicher Mensch". Sie selbst sei davon Zeuge geworden, ebenso wie einige seiner Freunde und Mitarbeiter. All denjenigen, die Cruise für seinen scheinbar gutgemeinten Ausraster lobten, bat Remini in ihrem Schreiben, ihre Einstellung zu überdenken: "Dies ist nicht nur ein Kerl in der Mitte eines öffentlichen Ortes, der sich gegen jemanden stellt, weil er keine Maske trägt. Das ist der verdammte Tom Cruise, der seine Macht ausübt und seine Crew bedroht und erniedrigt."

Inzwischen hat die Scientology-Kirche, der Cruise angehört, auf die Anschuldigungen ihres ehemaligen Mitglieds Remini reagiert. In einer Erklärung gegenüber der Nachrichtenseite "The Wrap" erklärte sie: "Die Scientology Kirche hat mehr als jede andere religiöse Institution zur Förderung von COVID-19-Präventionsmaßnahmen getan - in den gesamten USA und weltweit. Lange vor den 'Bleib zu Hause'-Anweisungen hat die Kirche aggressive Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern." Remini, heißt es weiter, sei eine "unzuverlässige Quelle, die Scientology für Publicity und Geld angreift". Dies habe die Schauspielerin selbst zugegeben.

Wegen der Pandemie mussten die Dreharbeiten zu "Mission: Impossible 7" im Frühjahr unterbrochen werden. Im September konnten diese wieder aufgenommen werden. Der Film soll am 18. November 2021 in die deutschen Kinos kommen.