Tierfreund: Eine Großstadt-Spinne mit Mörderklauen

Dr. Mario Ludwig über die gar nicht so seltenen Sydney-Trichternetzspinnen und ihre höchst aggressiven Verhaltensweisen gegenüber Menschen

Giftspinnen begegnet man meistens in den Tropen, im Dschungel oder im Gebüsch der Savanne. Dass das bei der Sydney-Trichternetzspinne, einer der giftigsten Spinnen der Welt, anders ist, darauf weist ja schon ihr Name hin. Sie trifft man mitten in der australischen Metropole Sydney, und das auch noch exklusiv: Die relativ häufige Spinnenart kommt nur dort und einem Radius von etwa 160 Kilometern vor.

Bei den Spinnen handelt es sich um relativ große Tiere mit einem massigen Körper, langen dünnen Beinen und stark ausgeprägten Giftklauen. Während die Weibchen inklusive Beine bis zu handtellergroß werden, sind die Männchen deutlich kleiner. Ihre namensgebenden trichter- oder röhrenförmigen Netze legen die Spinnen unter Steinen, Baumwurzeln oder in Baumhöhlen an, aber auch an feuchten, kühlen Stellen in Häusern, so dass es bei Garten- und Hausarbeiten häufig zu einem unliebsamen Kontakt mit dem giftigen achtbeinigen Mitbewohner kommt.

Die Sydney-Trichternetzspinne fürchtet sich nicht vor Menschen, sondern gilt, im Gegenteil, als äußerst aggressiv. Fühlt sich die Spinne bedroht, richtet sie sich auf ihre Hinterbeine auf und zeigt ihrem Gegner ihre riesigen Giftklauen, aus deren Spitze oft bereits das Gift tropft. In der Regel werden Menschen in Hände oder Füße gebissen. Während des Angriffs klammert sich die Spinne hartnäckig an ihr Opfer und beißt oft mehrmals hintereinander zu. Beim Biss graben sich die scharfen Klauen, die auch einen Fingernagel durchbohren können, meist so tief in...

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