Tierfreund: Warum Katzen vor Gurken flüchten

Dr. Mario Ludwig über die Abneigung der Stubentiger gegen das grüne Gemüse, ihre Scheu vor Wasser und wie sich beide Phänomene wissenschaftlich erklären lassen

Im Internet sind sie der absolute Hit: kleine Youtube-Filmchen, in denen Katzenbesitzer ihren vierbeinigen Liebling mit einer Gurke erschrecken. Die Vorgehensweise ist dabei fast immer die gleiche: Herrchen oder Frauchen schleicht sich von hinten an die Katze heran, die sich gerade intensiv ihrem Fressnapf widmet, und platziert heimlich eine Salatgurke hinter dem arglosen Tier. Beim Umdrehen erschrecken sich die Katzen dann so sehr, dass sie meist senkrecht in die Luft springen.

Zu der Tatsache, dass Katzen sich ausgerechnet vor harmlosen Salatgurken fürchten, kursieren natürlich im Internet, aber auch in der seriösen Wissenschaft mehrere Theorien. Die gängigste ist die sogenannte Schlangenhypothese. Sie besagt, dass eine Salatgurke zumindest einigermaßen an eine Schlange erinnere und Katzen eine genetisch fixierte Furcht vor Schlangen besäßen. Gegen diese Theorie spricht, dass Katzen kleine Schlangen durchaus auch als Beute betrachten. Und doof sind Katzen ja auch nicht: Schließlich bewegt sich eine Gurke im Gegensatz zu einer Schlange nicht.

Andere Experten glauben, dass die Panik gar nichts mit der Gurke zu tun hat, sondern dass man den Fluchtreflex auch mit einem anderen Gegenstand auslösen könnte. Entscheidend für die Reaktion sei die Tatsache, dass Katzen gegenüber Gegenständen, die sie nicht sofort einordnen können, äußerst misstrauisch seien. Erschwerend komme hinzu, dass der Überraschungseffekt auch noch in einer sogenannten Behaglichkeitszone stattfinde, nämlich rund ...

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