Tipps für die Stimme: Was jeder, der im Job spricht, über die Stimme wissen muss

Gesangscoach Torsten Schröder und Staatsopernsänger Dominic Barberi erklären, was jeder Politiker, Bäcker und Banker wissen sollte.

Die Stimme halten sie für eine Gabe, die die meisten Menschen erst wahrnehmen, wenn sie versagt. Torsten Schröder ist Musiktheater-Regisseur und in Berlin Stimmtrainer der Deutschen Vereinigung für Atemrhythmisch Angepasste Phonation. Zu seinen Schülern gehört der Brite Dominic Barberi, der seit August 2015 Mitglied des Opernstudios der Staatsoper ist. Er ist unter anderem der Sarastro in Mozarts "Zauberflöte".

Haben erfolgreiche Menschen eine größere Stimme?

Torsten Schröder: Das hängt von der Situation und dem Selbstbild ab. Wenn etwa ein Politiker mit dem Brustton der Überzeugung daherkommt, kann das auch für etwas anderes stehen. Nämlich dass inhaltliche Sachen nicht stimmen.

Wie schlimm sind denn die Ähs beim Sprechen?

Torsten Schröder: Edmund Stoiber, der ehemalige Ministerpräsident von Bayern, hatte fast in jedem Satz zwei oder drei Ähs. Dafür wurde er gehänselt. Das war ein Muster. Das Äh steht für eine Pause, die gefüllt werden möchte. Ich kann sie anders füllen, indem ich über meine Atmung nachdenke. Aber es hat auch etwas Authentisches. Jeder hat mal einen Hänger und setzt ein Äh. Ich plädiere für das dosierte Äh.

Wer sollte Ihrer Meinung nach eine Stimmausbildung machen?

Torsten Schröder: Stimme bedeutet Kommunikation. Man denkt zuerst an Sänger oder Schauspieler. Aber auch Berufe wie Politiker oder ein Berater am Bankschalter brauchen Stimme. Jeder möchte verstanden werden und den anderen verstehen.

Hören Sie im Alltagsgeschehen sofort, ob jemand Sänger ist?

Dominic Barb...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen